Prozess in Ulm nach Messerangriff: Start am Dienstag
- Angeklagt ist der Mann wegen versuchten Mordes. (Archivbild)
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Ulm. Für Besucher und Beschäftigte des Einkaufszentrums wird ein Fall schwerer Gewalt nun vor Gericht aufgearbeitet: In Ulm beginnt am Dienstag, 14. Juli, der Prozess gegen einen 30 Jahre alten Mann nach dem Messerangriff in einem Elektronik Fachmarkt.
Nach Angaben des Landgerichts Ulm ist der Mann wegen versuchten Mordes angeklagt. Er soll gezielt mit einem Messer auf einen 25 Jahre alten Mitarbeiter eingestochen haben. Das Messer soll er eigens für die Tat besorgt haben. Laut Mitteilung soll er auch dann weiter zugestochen haben, als das Opfer bereits wehrlos am Boden lag.
Der 25 Jährige wurde lebensgefährlich verletzt und musste mehrfach notoperiert werden. Eine Kollegin und ein Kollege, die zu Hilfe eilten, erlitten leichte Verletzungen.
Staatsanwaltschaft geht von Wut und Frust aus
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft kannten sich der mutmaßliche Täter und das Opfer nicht. Als Motiv werden Wut und Frust genannt. Der Beschuldigte habe sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Nach der Tat floh der 30 Jährige aus Eritrea zunächst aus dem Geschäft, wurde aber von der Polizei gestellt. Als er das Messer nach Polizeiangaben nicht niederlegen wollte und stattdessen auf Beamte losging, wurde er angeschossen und schwer verletzt.
Sechs Verhandlungstage bis Mitte August geplant
Der Mann sitzt seit Januar in Untersuchungshaft. Nach früheren Angaben des baden württembergischen Migrationsministeriums war er ausreisepflichtig, konnte aber nicht abgeschoben werden.
Für das Verfahren hat das Landgericht sechs Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte Mitte August fallen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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