Prozess in Düsseldorf: Mutmaßlicher IS-Richter vor Gericht
- Der Prozess soll am Oberlandesgericht Düsseldorf stattfinden. (Archivbild)
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Düsseldorf. Für die Öffentlichkeit beginnt in Düsseldorf in der kommenden Woche ein Staatsschutzprozess gegen zwei Brüder mit mutmaßlichen Verbindungen zur Terrormiliz „Islamischer Staat“. Nach Angaben des Oberlandesgerichts startet das Verfahren am Mittwoch, 8. Juli.
Angeklagt sind ein 47 Jahre alter Iraker aus Delbrück bei Paderborn und sein 43-jähriger Bruder aus Trier in Rheinland-Pfalz. Die Bundesanwaltschaft wirft beiden vor, zwischen 2016 und 2017 Mitglieder des „Islamischen Staats“ gewesen zu sein.
Vorwürfe gegen die beiden Brüder
Nach den Ermittlungen soll der ältere Bruder zeitweise als Richter in einem Scharia-Komitee eine herausgehobene Stellung gehabt haben. Der jüngere Bruder soll nach Angaben der Anklage als IS-Kämpfer tätig gewesen sein. Zeitweise sollen beide derselben Einheit angehört haben.
Festnahme nach Geheimdienst-Hinweisen
Die beiden Männer wurden laut Bundesanwaltschaft am 2. Dezember festgenommen. Seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft. Ausgelöst worden seien die Ermittlungen durch Hinweise von Geheimdiensten.
Das Oberlandesgericht hat für den Fall bis Mitte September zehn Verhandlungstage angesetzt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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