Neue Kooperation in Rheinland-Pfalz: LKA erfasst Hassdelikte genauer
- Das LKA nimmt antiziganistische Straftaten stärker in den Blick. (Symbolbild)
- Foto: Alina Grünky/dpa
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Rheinland-Pfalz. Straftaten mit antiziganistischem Hintergrund sollen in Rheinland-Pfalz künftig genauer erfasst und ausgewertet werden. Das Landeskriminalamt hat dazu eine Kooperationsvereinbarung mit der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Rheinland-Pfalz geschlossen.
Unterzeichnet wurde die Vereinbarung vom Präsidenten des Landeskriminalamts, Mario Germano, und Jacques Delfeld Junior vom Landesverband Deutscher Sinti und Roma. Nach Angaben des Antiziganismusbeauftragten des Landes, Michael Hartmann, soll die Zusammenarbeit helfen, entsprechende Straftaten stärker zu beobachten und besser einzuordnen.
Mehr Daten für ein genaueres Lagebild
Antiziganistische Straftaten werden seit 2017 in der Statistik zur politisch motivierten Kriminalität als eigene Kategorie geführt. Künftig übermittelt das LKA anonymisierte Fälle an die Meldestelle MIA. Dadurch kann ein breiteres Spektrum an Vorfällen dokumentiert werden.
Nach Angaben von Hartmann ermöglicht die Kooperation belastbarere Lagebilder. Politik und Gesellschaft könnten so besser erkennen, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht.
Wer von Antiziganismus betroffen ist
Antiziganismus richtet sich nach Angaben von Fachstellen vor allem gegen Sinti und Roma. Betroffen sein können jedoch auch andere Gruppen.
- Menschen aus jenischen Gemeinschaften
- einige Gruppen mit slawischem Hintergrund
- bestimmte Berufsgruppen wie Schausteller
Die Meldestelle MIA hatte zuletzt deutlich mehr entsprechende Vorfälle registriert. Nach eigenen Angaben handelt es sich dabei jedoch nicht um repräsentative Zahlen. Durch die neue Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt sollen die Daten künftig umfassender werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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