Nach Fabrikunfall in Runkel: Auch der fünfte Arbeiter erliegt seinen Verletzungen
- Nach dem tödlichen Unfall in einer Lederfabrik in Runkel laufen Ermittlungen wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung gegen Unbekannt. (Archivbild)
- Foto: Sascha Ditscher/dpa
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Runkel. Nach dem schweren Arbeitsunfall in einer Lederfabrik sind nun alle fünf betroffenen Männer gestorben. Ein weiterer Verletzter erlag am Donnerstag, 30. April, in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen 60 Jahre alten Mitarbeiter einer Rohrreinigungsfirma aus Montabaur in Rheinland Pfalz. Er gehörte zu den fünf Männern, die Rettungskräfte am Donnerstag, 16. April, aus einer Grube auf dem Betriebsgelände der Fabrik geholt hatten.
Drei Beschäftigte im Alter von 38, 58 und 59 Jahren wurden damals bereits tot in der Grube gefunden. Zwei weitere Männer kamen mit lebensgefährlichen Verletzungen in Kliniken. Einer von ihnen, ein 35 Jahre alter Mitarbeiter des Betriebs, starb wenige Tage später.
Mit dem Tod des 60-Jährigen sind nun alle fünf Beteiligten an den Folgen des Unglücks gestorben. Ein Polizeisprecher bestätigte dies gegenüber der Deutschen Presse Agentur.
Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung
Die Staatsanwaltschaft Limburg und das Polizeipräsidium Westhessen untersuchen weiterhin den genauen Ablauf des Unglücks. Die Ermittlungen richten sich wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen Unbekannt.
Im Fokus steht unter anderem, unter welchen Bedingungen die Arbeiter in die Grube hinabgestiegen waren. Die Ermittler prüfen mehrere Punkte
- ob Atemschutzgeräte verwendet wurden
- ob Schutzkleidung getragen wurde
- ob zuvor Gasmessungen in der Grube durchgeführt wurden
Der Arbeitsunfall hatte in der rund 9500 Einwohner großen Stadt Runkel große Bestürzung ausgelöst. Viele Menschen reagierten mit Anteilnahme auf das Unglück in dem Betrieb. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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