Nach der Tat in Kaiserslautern: Messerangriffe erneut im Fokus
- Michael Ebling (SPD, links), Innenminister von Rheinland-Pfalz, spricht mit Mario Germano, Präsident des Landeskriminalamts. Welche Erkenntnisse liefert die polizeiliche Kriminalitätsstatistik? (Archivbild)
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Rheinland-Pfalz. In Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr mehr Messerangriffe registriert worden. Nach Zahlen des Innenministeriums wurden 2025 insgesamt 561 Straftaten mit Messer gezählt, acht mehr als im Jahr davor. Trotz des Anstiegs machten diese Delikte weniger als 0,3 Prozent der Gesamtkriminalität aus.
Die vollständige polizeiliche Kriminalstatistik für 2025 stellen Innenminister Michael Ebling (SPD) und der Präsident des Landeskriminalamtes, Mario Germano, am Montag in Mainz um 11 Uhr vor. Dabei geht es auch um Aufklärungsquoten der vergangenen Monate. Im Jahr zuvor war die Gesamtzahl der Straftaten in Rheinland-Pfalz deutlich gesunken.
Tödlicher Messerangriff in Kaiserslautern verschärft Debatte
Besondere Aufmerksamkeit erhielten Messerangriffe nach der tödlichen Attacke in der Innenstadt von Kaiserslautern. Dort griff ein Mann zwei andere Männer mit einem Messer an. Ein 22-Jähriger starb später, ein 20-Jähriger wurde schwer verletzt. Unter Tatverdacht steht ein 18-Jähriger, der in Untersuchungshaft sitzt.
Als Reaktion kündigte Innenminister Ebling am Freitag an, eine Rechtsverordnung für eine Waffenverbotszone im Zentrum von Kaiserslautern auf den Weg zu bringen. Zusätzlich soll die Polizeipräsenz in der Stadt erhöht werden.
Polizei: Sicherheitsgefühl wichtiger als reine Fallzahlen
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) betonte, dass Kriminalität nicht allein anhand von Zahlen bewertet werden könne. Entscheidend sei, welche Auswirkungen einzelne Delikte auf das Sicherheitsgefühl der Menschen hätten, erklärte der stellvertretende Landesvorsitzende Sven Hummel. Aus Sicht der GdP verdienen Gewalttaten im öffentlichen Raum sowie Straftaten im Umfeld von Schulen und Bildungseinrichtungen besondere Aufmerksamkeit, auch wenn sie statistisch nur einen Teil der Gesamtkriminalität ausmachen. dpa
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Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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