Mutmaßliche IS-Mitglieder angeklagt: Einer soll Kämpfer, der andere Richter gewesen sein
- Die Bundesanwaltschaft hatte die beiden Männer im Dezember festnehmen lassen. (Archivbild)
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Düsseldorf. Gegen zwei mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat die Bundesanwaltschaft Anklage erhoben. Das teilte die oberste deutsche Anklagebehörde in Düsseldorf mit.
Den beiden irakischen Beschuldigten wird vorgeworfen, für die Terrororganisation tätig gewesen zu sein. Einer der Männer soll sich im Irak als IS-Kämpfer betätigt haben. Der zweite soll als Richter in einem Scharia-Komitee der Miliz gearbeitet haben.
Über die Zulassung der Anklage entscheidet nun der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Erst danach steht fest, ob und wann es zu einem Prozess kommt.
Festnahmen auch in Trier
Die beiden Männer waren am Dienstag, 3. Dezember von Beamten des Bundeskriminalamts festgenommen worden. Die Festnahmen erfolgten in Trier in Rheinland-Pfalz und im nordrhein-westfälischen Delbrück.
Anschließend wurden die Beschuldigten einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt. Seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft.
Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten die Behörden außerdem Wohnungen von drei weiteren Beschuldigten. Die Maßnahmen fanden in Köln, Chemnitz und Wittmund in Niedersachsen statt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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