Messerangriff in Heidenheim: Busfahrer rettet sich hinter Scheibe
- Am ZOB in Heidenheim bedrohte ein 16‑Jähriger einen Busfahrer mit einem Messer und versuchte offenbar zuzustechen. Der Fahrer rettete sich hinter eine Plexiglasscheibe, der Jugendliche sitzt inzwischen wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft.
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Heidenheim. Am Donnerstag, 26. März, kam es gegen 19 Uhr am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOH) zu einem gefährlichen Angriff auf einen Busfahrer.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Ulm stieg ein 16‑Jähriger mit marokkanischer Staatsangehörigkeit in einen Bus, ohne ein Ticket zu kaufen oder vorzuzeigen. Als der 42‑jährige Fahrer den Jugendlichen darauf ansprach, zog dieser plötzlich ein Messer aus seinem Rucksack und bedrohte den Mann. Der Busfahrer konnte sich hinter eine Plexiglasscheibe im Fahrzeug retten. Der alkoholisierte Jugendliche versuchte anschließend mutmaßlich mit Stich- und Schnittbewegungen durch die Scheibe auf den Fahrer einzuwirken. Der 42‑Jährige blieb unverletzt.
Nach dem Angriff flüchtete der Tatverdächtige zunächst aus dem Bus. Eine Streife des Polizeireviers Heidenheim nahm den 16‑Jährigen jedoch kurze Zeit später in der Nähe des Bahnhofs widerstandslos fest. In seinem Rucksack fanden die Beamten ein Küchenmesser, das als mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt wurde.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen wurde der Jugendliche am Freitag einem Haftrichter beim Amtsgericht Heidenheim vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags. Der bereits polizeibekannte 16‑Jährige sitzt inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Ellwangen und Kriminalpolizei Heidenheim dauern an.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |