Klinikbrand in Ludwigslust: Zwei Patienten sterben
- Nach dem Feuer im LUP-Klinikum Helene von Bülow in Ludwigslust sind zwei Patienten gestorben. Die Feuerwehr brachte den Brand unter Kontrolle, der Krankenhausbetrieb läuft bis auf den Herzkatheter-Bereich weiter.
- Foto: Feuerwehr Frankenthal
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Ludwigslust. Am Donnerstag, 2. Juli, ist in den frühen Morgenstunden im LUP-Klinikum Helene von Bülow in Ludwigslust ein Feuer ausgebrochen. Zwei Patienten starben, eine weitere Person erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde zur notfallmedizinischen Versorgung in ein Krankenhaus nach Schwerin gebracht.
Nach ersten Erkenntnissen brach der Brand in einem Patientenzimmer aus. Das Feuer griff auf das Obergeschoss und den Dachstuhl über. Mehr als 100 Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Feuerwehr verhinderte nach Angaben des Polizeipräsidiums Rostock, dass sich die Flammen weiter im Krankenhaus ausbreiteten. Zunächst wurde das komplette Klinikgebäude evakuiert. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich rund 100 Menschen im Haus, darunter 86 Patientinnen und Patienten. Fünf Menschen wurden in das Schwesterkrankenhaus nach Hagenow verlegt.
Betroffen ist auch ein wichtiger Technikbereich des Klinikums. In dem Gebäudeteil befindet sich der Linksherzkatheter-Messplatz, der nach ersten Angaben wohl durch Löschwasser beschädigt wurde. Wie hoch der Schaden ist, ist noch unklar. Die Notaufnahme in Ludwigslust konnte gegen 13.00 Uhr wieder in Betrieb gehen. Auch Facharztpraxen und Radiologie sind weiter erreichbar. Nur der Herzkatheter-Bereich bleibt vorerst außer Betrieb.
Die Polizei hat die Brandursachenermittlung am Donnerstag um 14.30 Uhr aufgenommen und nach Angaben aus der Mitteilung abgeschlossen. Parallel laufen erste Sicherungsarbeiten am Dachstuhl. Ein Notdach soll mit einer regionalen Gerüstbaufirma errichtet werden.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |