Haftstrafe in Düsseldorf: Brüder als IS-Mitglieder verurteilt
- Brüder als IS-Terroristen verurteilt. (Archivbild)
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Düsseldorf. Ein Terrorismus-Verfahren vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf ist mit Haftstrafen gegen zwei Brüder zu Ende gegangen. Die 47 und 43 Jahre alten Männer wurden als Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat zu jeweils vier Jahren Haft verurteilt.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich die beiden irakischen Brüder vor rund zehn Jahren im Irak dem IS angeschlossen hatten. Einer der Männer soll Mitglied eines sogenannten Scharia-Komitees gewesen sein. Der andere soll zunächst als Militärpolizist und später bei der IS-Geheimpolizei gearbeitet haben.
Ein Angeklagter lebte in Trier
Auf der Anklagebank saßen ein 47-jähriger Iraker aus Delbrück bei Paderborn und dessen 43-jähriger Bruder aus Trier. Nach der militärischen Niederlage des IS im Sommer darauf sollen die Männer über die Türkei nach Griechenland und von dort nach Deutschland gereist sein.
Ein zentrales Beweismittel waren nach Angaben des Gerichts IS-Gehaltslisten. Darin waren die Angeklagten und ihre Tätigkeiten verzeichnet. Die Listen spielten damit eine wichtige Rolle für die Bewertung der Mitgliedschaft in der Terrororganisation.
Gericht sieht strafmildernde Umstände
Strafmildernd wertete das Oberlandesgericht, dass die Brüder als Sunniten damals selbst von schiitischen Milizen verfolgt und bedroht worden seien. Diese Bedrohung habe sie zur Flucht in das vom IS beherrschte Gebiet veranlasst.
Die Ermittlungen waren nach Geheimdienst-Hinweisen ins Rollen gekommen. Danach erhob die Bundesanwaltschaft Anklage gegen die Brüder. Festgenommen wurden sie am 2. Dezember. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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