Großbrand in Iserlohn: Drei Feuerwehrleute verletzt
- Bei einem Großbrand auf dem Gelände eines Müllverwerters im Industriegebiet Rombrock in Iserlohn-Sümmern brannten Kunststoffmüllballen. Die Feuerwehr war mit Stadtalarm im Großeinsatz, drei Einsatzkräfte wurden leicht verletzt.
- Foto: Feuerwehr Iserlohn
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Iserlohn-Sümmern. Am Mittwoch, 23. September, ist auf dem Gelände eines Müllverwerters im Industriegebiet Rombrock ein Großbrand ausgebrochen. Große Mengen zu Ballen gepresster Kunststoffmüll brannten im Außenbereich. Bereits auf der Anfahrt sahen die Einsatzkräfte eine tiefschwarze Rauchsäule. Drei Feuerwehrleute wurden leicht verletzt und zur Untersuchung in Iserlohner Krankenhäuser gebracht. Sie konnten die Kliniken laut Feuerwehr nach kurzer Zeit wieder verlassen.
Die Leitstelle des Märkischen Kreises alarmierte zunächst den Löschzug der Berufsfeuerwehr und die Löschgruppe Sümmern. Wegen der Lage erhöhte die Feuerwehr das Einsatzstichwort zunächst von Feuer 1 auf Feuer 2, gegen 18.30 Uhr auf Feuer 3 und später auf Feuer 4. Damit galt Stadtalarm: Alle verfügbaren Löschgruppen der Feuerwehr Iserlohn rückten aus. Mehrere Leitungen sollten vor allem verhindern, dass das Feuer auf weitere Lagerflächen und Gebäude übergreift. Die Einsatzkräfte zogen die gepressten Müllquader mit einem Teleskoplader der Berufsfeuerwehr auseinander. Später übernahmen ein Radlader und ein Umschlagbagger des betroffenen Betriebs diese Arbeit; Mitarbeiter des Unternehmens bedienten die Fahrzeuge.
Gegen 1 Uhr waren die offenen Flammen gelöscht. Anschließend suchten die Kräfte die Müllberge aufwendig nach Glutnestern ab und löschten diese ab. Um 6.30 Uhr meldete die Feuerwehr schließlich „Feuer aus“. Eine Brandwache blieb zunächst vor Ort, musste aber nicht mehr eingreifen. Für eine bessere Löschwirkung setzte die Feuerwehr auch Löschschaum ein. Schaummittel lieferten die Feuerwehr Hagen und die Betriebsfeuerwehr AMK, der Müllverbrennung Iserlohn. Anwohner erhielten wegen der starken Brandgase eine Warnung über eine Warn-App. Der Messzug des Märkischen Kreises nahm Messungen vor, wie die Feuerwehr Iserlohn berichtet. Gesundheitsschädliche Werte wurden demnach nicht beobachtet.
Weil zahlreiche Einsatzkräfte durch Löschwasser, Rauch und Müll verunreinigt wurden, legten sie ihre Einsatzkleidung noch an der Einsatzstelle ab. Die Feuerwehren Menden und Hemer unterstützten mit Trainingsanzügen für den Rücktransport zu den Standorten. Im Einsatz waren neben Berufsfeuerwehr, Rettungsdienst und C-Dienst die Löschgruppen Stadtmitte, Obergrüne, Bremke, Kesbern, Letmathe, Lössel, Oestrich, Untergrüne, Sümmern, Drüpplingsen, Hennen und Leckingsen sowie die Sondereinheit Funk. Auch Kreisbrandmeister, Messzug Märkischer Kreis, Feuerwehr Hagen, Feuerwehr Menden, Feuerwehr Hemer und Rettungsdienst Hemer halfen. Die Feuerwache an der Dortmunder Straße besetzten währenddessen die Löschgruppen Bremke und Letmathe sowie die Sondereinheit Funk; sie arbeiteten zwei kleinere Einsätze ab.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |