Frauenhass im Land nimmt zu: Starker Anstieg bei rechter Kriminalität
- Der überwiegende Großteil der Straftaten lasse sich dem Phänomenbereich «politisch motivierte Kriminalität rechts» zuordnen. (Symbolbild)
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Rheinland-Pfalz. Frauenfeindliche Straftaten sind im Land deutlich häufiger erfasst worden. Das betrifft die Sicherheitslage in Rheinland-Pfalz und zeigt vor allem bei politisch motivierten Taten einen klaren Anstieg.
Nach Angaben des Innenministeriums hat die Polizei seit 2023 insgesamt 165 frauenfeindliche Straftaten im Themenfeld Hasskriminalität registriert. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Grünen-Politikers Carl-Bernhard von Heusinger hervor.
Deutlicher Anstieg seit 2023
Die Zahl der erfassten Fälle stieg von 8 im Jahr 2023 auf 57 im Jahr 2024. Im Jahr 2025 wurden 86 politisch motivierte frauenfeindliche Straftaten gezählt. Im ersten Halbjahr 2026 kamen nach vorläufigen Angaben 14 weitere Fälle hinzu.
Der Großteil der Straftaten wird dem Phänomenbereich politisch motivierte Kriminalität rechts zugeordnet. Laut Innenministerium entfallen 113 der seit 2023 registrierten frauenfeindlichen Straftaten auf diesen Bereich.
Einordnung der aktuellen Zahlen
Im ersten Halbjahr 2026 ordnete die Polizei in Rheinland-Pfalz insgesamt 442 Straftaten dem Bereich Rechts zu. Darunter waren 13 Gewaltdelikte. Von Heusinger bezeichnete die Zunahme frauenfeindlicher Straftaten als alarmierend. Er sagte der dpa: „Frauenhass ist ein wesentlicher Bestandteil rechter Ideologie und muss im Kampf gegen Rechtsextremismus konsequent mitgedacht werden.“ dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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