Festnahme in Neuwied: Mann soll Gefangene in Syrien getötet haben
- Die Bundesanwaltschat ließ den Mann in Neuwied festnehmen. (Archivbild)
- Foto: Christoph Schmidt/dpa
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Neuwied. Die Festnahme in Neuwied zeigt, dass mutmaßliche Kriegsverbrechen aus Syrien auch in Rheinland-Pfalz strafrechtlich verfolgt werden. Beamte des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz haben am Mittwoch, 30. September, einen syrischen Staatsangehörigen festgenommen.
Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann Kriegsverbrechen gegen Personen durch Tötung vor. Er soll im Jahr 2015 als Teil einer oppositionellen Miliz vermeintliche Angehörige der syrischen Regierung des damaligen Langzeitherrschers Baschar al-Assad festgenommen und getötet haben.
Was dem Beschuldigten vorgeworfen wird
Nach Angaben der Bundesanwaltschaft gehörte der Mann in Syrien zunächst den staatlichen Streitkräften an. Spätestens 2012 soll er sich einer oppositionellen Miliz angeschlossen haben, in der er als Kommandeur tätig gewesen sein soll.
Im Jahr 2015 soll er gemeinsam mit weiteren Beteiligten drei angebliche Angehörige der syrischen Regierung festgenommen haben. Die Gefangenen seien gezwungen worden, Angriffe auf den Beschuldigten und andere Mitglieder seiner Miliz zu gestehen. Später soll der Mann sie hingerichtet haben, indem er ihnen jeweils in den Kopf schoss.
Die wichtigsten Fakten des Falls
- Festnahme am Mittwoch, 30. September, in Neuwied
- Beschuldigter ist syrischer Staatsangehöriger
- Vorwurf: Kriegsverbrechen gegen Personen durch Tötung
- Entscheidung über Untersuchungshaft beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Vorführung beim Bundesgerichtshof
Der Beschuldigte wird am Mittwoch, 30. September, einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe vorgeführt. Dieser entscheidet, ob der Mann in Untersuchungshaft kommt. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Kriegsverbrechen gegen Personen durch Tötung vor. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |