Festnahme im Enzkreis: Rumäne unter Terrorverdacht
- Die Bundesanwaltschaft ließ den Mann im Enzkreis festnehmen. (Archivbild)
- Foto: Christoph Schmidt/dpa
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Enzkreis. Im Enzkreis in Baden-Württemberg ist ein Rumäne festgenommen worden, gegen den die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts auf Gründung einer ausländischen terroristischen Vereinigung ermittelt.
Nach Angaben der Karlsruher Behörde soll der Beschuldigte seit Anfang 2023 versucht haben, eine rechtsextremistische Gruppe aufzubauen. Ihr Ziel soll gewesen sein, in Rumänien einen „Krieg des Terrors“ auszulösen und zu einem neuen Staatsgebilde nach nationalsozialistischem Vorbild beizutragen.
Ermittler sehen Rädelsführer
Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann vor, von Deutschland aus über einen Messenger-Dienst zwei Kanäle betrieben zu haben. Diese sollen sich vor allem an junge Rumänen gerichtet haben. So habe er versucht, Mitglieder für die Vereinigung zu gewinnen.
Der Beschuldigte soll Abonnenten und Mitglieder zu Straftaten aufgefordert haben. Genannt werden unter anderem Graffitis mit rechtsextremen Symbolen, Brandanschläge auf von Migranten oder Menschen aus der LGBTQ-Community genutzte Gebäude sowie Tötungsaufrufe gegen „Untermenschen“.
Anleitungen für Gift und Sprengstoffe
Nach Angaben der Ermittler veröffentlichte der Mann zudem Anleitungen zur Herstellung von Gift und Sprengstoffen sowie zum Bau von Molotow-Cocktails und Autobomben. Deshalb besteht laut Bundesanwaltschaft auch der dringende Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.
Im mutmaßlichen Tatzeitraum soll der Beschuldigte teilweise noch Heranwachsender gewesen sein. Damit war er den Angaben zufolge zwischen 18 und 20 Jahre alt.
Festgenommen wurde der Mann am Dienstag, 30. Juni, im Enzkreis von Polizisten aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Noch am Dienstag soll er dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe vorgeführt werden. Dieser entscheidet über die Untersuchungshaft. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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