Ermittlungen in Zweibrücken: 59 Beschuldigte bei Fallschirmjägern
- Lehrgangsteilnehmer zum Fallschirmspringer bereiten sich auf eine Übung vor
- Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Zweibrücken. Neue Vorwürfe und weitere Ermittlungen beschäftigen die Bundeswehr in Rheinland Pfalz. Im Skandal um sexualisiertes Fehlverhalten, Drogen und extremistische Vorfälle bei Fallschirmjägern ist die Zahl der Beschuldigten auf 59 Soldaten gestiegen.
Die Fälle betreffen nach bisherigem Stand vor allem das Fallschirmjägerregiment 26 in Zweibrücken. Bekannt wurden die Vorwürfe durch Eingaben an die damalige Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl.
Disziplinarmaßnahmen und Ermittlungen
Nach Angaben des Heeres wurden bereits in mehreren Fällen Konsequenzen gezogen oder Verfahren eingeleitet. Der aktuelle Stand:
- 18 Disziplinarmaßnahmen wurden verhängt.
- 24 disziplinare Vorermittlungen laufen bei der Wehrdisziplinaranwaltschaft der Division Schnelle Kräfte.
- 5 gerichtliche Disziplinarverfahren wurden eingeleitet.
- 20 Fälle gingen an die Staatsanwaltschaft.
Zusätzlich wurden 17 Dienstverbote ausgesprochen. Von 21 beantragten Entlassungsverfahren sind laut Heeressprecherin bereits 16 umgesetzt. Weitere Verfahren laufen noch.
Aktionsplan der Bundeswehr
Als Reaktion auf die Vorfälle wurde innerhalb der Luftlandetruppe ein Aktionsplan eingeführt. Nach Angaben des Heeres stößt dieser in der Truppe auf eine hohe Akzeptanz.
Eine umfassende Bewertung der Maßnahmen ist nach Angaben der Bundeswehr für Ende 2026 geplant. Dann soll geprüft werden, ob die Schritte ausreichen, um Fehlverhalten und Extremismus in der Truppe dauerhaft zu verhindern. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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