Durchsuchung in Rastatt nach Internet-Pranks gegen Ladenpersonal
- Die Polizei konnte nach zahlreichen Internetvideos eine Verdächtigen ausfindig machen. (Symbolbild)
- Foto: Boris Roessler/dpa
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Rastatt. Ermittlungen wegen heimlicher Videoaufnahmen in Geschäften beschäftigen derzeit die Polizei in Mittelbaden. In Rastatt haben Beamte Anfang der Woche die Wohnung eines 21-Jährigen durchsucht und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.
Nach Angaben der Polizei soll der Mann seit Anfang März in Geschäften in Gaggenau und Gernsbach Mitarbeiter ohne deren Einwilligung gefilmt haben. Die Aufnahmen soll er anschließend über einen Social-Media-Account veröffentlicht haben.
Pranks mit Kamera im Geschäft gefilmt
Die Videos sollen sogenannte Internet-Pranks zeigen. Dabei gab sich der Verdächtige laut Polizei unter anderem als Paketbote aus und warf ein Päckchen über eine Ladentheke. Die Reaktionen der Angestellten filmte er mit der Kamera.
Auch in einem Schnellrestaurant soll er Beschäftigte aufgenommen und anschließend online bloßgestellt haben. In einem weiteren Fall filmte er eine Kassiererin während eines Bezahlvorgangs mit übergroßen Requisiten.
Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Kunsturheberrecht
Die Polizei wirft dem 21-Jährigen vor, die Videos ohne Zustimmung der Betroffenen veröffentlicht zu haben. Das kann nach dem Kunsturheberrechtsgesetz strafbar sein.
Nach bisherigem Stand wird gegen den Mann wegen 14 möglicher Verstöße ermittelt. Der Verdächtige äußerte sich laut Polizei bislang nicht zu den Vorwürfen. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert an. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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