Bäume auf Straßen, Wasser in Kellern: Unwetter trifft Baden-Württemberg
- Durch die starken Gewitter stürzten auch Bäume um.
- Foto: Jason Tschepljakow/dpa
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Baden-Württemberg. Nach Gewittern und Starkregen müssen Verkehrsteilnehmer in Baden-Württemberg mit blockierten Straßen, umgestürzten Bäumen und einzelnen Problemen im Bahnverkehr rechnen. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste waren in weiten Teilen des Landes im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen wurden keine Verletzten gemeldet.
Bei Oppenweiler im Rems-Murr-Kreis wurde ein Regionalzug auf freier Strecke durch herabgestürzte Äste ausgebremst. Sechs Fahrgäste mussten den Zug verlassen. Auch auf der B14 zwischen Oppenweiler und Sulzbach an der Murr gab es vorübergehend Behinderungen durch Äste. Die Strecke blieb nach Angaben der Einsatzkräfte befahrbar.
Besonders betroffene Regionen
Viele Einsätze meldete die Polizei am Bodensee. Betroffen waren demnach alle Landkreise der Region, vor allem der Landkreis Konstanz mit Singen und Radolfzell. Dort kippten zahlreiche Bäume um, Straßen wurden teilweise blockiert.
Im Landkreis Reutlingen rückten Polizei und Feuerwehr unter anderem nach Lichtenstein, Unterhausen und St. Johann aus. Vereinzelt standen Keller und Straßen unter Wasser. Hagel richtete Schäden an. In Bad Urach zerstörten Hagelkörner Fensterscheiben. Die Einsatzlage sei zunächst noch überschaubar gewesen, sagte ein Sprecher der integrierten Leitstelle.
Nördlich von Stuttgart stürzten in Oppenweiler mehrere Bäume um. Einige fielen auf das Dach eines Firmengebäudes. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes hielt sich dort während des Unwetters niemand auf. Eine Spezialfirma übernahm die Aufräumarbeiten.
Mehr als 30 Feuerwehreinsätze im Kreis Ludwigsburg
Im Landkreis Ludwigsburg zählten die Feuerwehren am Freitagmorgen mehr als 30 Einsätze. Besonders betroffen waren Markgröningen, Freiberg am Neckar und Bietigheim-Bissingen. Einsatzkräfte beseitigten umgestürzte Bäume. Außerdem liefen Bahnübergänge voll.
DWD warnte vor schweren Gewittern
Der Deutsche Wetterdienst hatte für alle vier Regierungsbezirke Baden-Württembergs vor schweren Gewittern gewarnt. Die Warnstufe drei von vier galt bis Freitagmittag. Möglich waren nach DWD-Angaben Starkregenmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, orkanartige Böen bis 110 Kilometer pro Stunde und Hagelkörner bis drei Zentimeter Größe.
Die Wetterexperten hatten auch vor Blitzschlag, Schäden an Gebäuden und Leitungen, umstürzenden Bäumen, herabfallenden Ästen und Dachziegeln sowie raschen Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern gewarnt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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