Anschläge aufs Stromnetz in Deutschland: Diese Fälle zeigen die Gefahr

Nach dem großflächigen Stromausfall in Reutlingen wurden Brandstellen am Umspannwerk gefunden. (Symbolbild) | Foto: Christoph Schmidt/dpa
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Deutschland. Tausende Haushalte ohne Strom. Ausfälle bei Verkehr, Notruf oder Industrie. In mehreren Städten Deutschlands haben Angriffe auf die Stromversorgung in den vergangenen Jahren gezeigt, wie verwundbar kritische Infrastruktur sein kann.

Solche Taten sind selten. Wenn sie passieren, richten sie jedoch große Schäden an und können ganze Stadtteile lahmlegen. Nach Angaben des Bundesamts für Verfassungsschutz zählen linksextremistische Täterkreise zu den relevanten Verdächtigen bei Sabotageakten gegen Energieanlagen.

Berlin Lichterfelde

Im Südwesten der Hauptstadt werden Starkstromkabel auf einer Brücke zerstört. Rund 45.000 Haushalte und etwa 2.200 Unternehmen verlieren den Strom. Die Versorgung fällt fast vier Tage lang aus. Erst nach etwa 100 Stunden funktioniert das Netz wieder vollständig. Es ist der längste Stromausfall in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg. Eine Gruppe mit dem Namen „Vulkangruppe“ bekennt sich zu der Tat.

Berlin Johannisthal

Ein Brandanschlag auf zwei Strommasten im Südosten der Stadt führt zu massiven Folgen. Etwa 50.000 Haushalte und Betriebe sind rund 60 Stunden ohne Strom. Auch Notrufnummern, der öffentliche Nahverkehr und Pflegeheime sind betroffen.

Düsseldorf und Duisburg

Ein Brandanschlag auf Anlagen der Bahn beschädigt Signale und Versorgungsleitungen an einer wichtigen Strecke in Nordrhein Westfalen. Der Regional und Fernverkehr gerät massiv durcheinander. Züge fallen aus, Verspätungen und Umleitungen folgen. Zu der Tat bekennt sich ein „Kommando Angry Birds“. Ermittler ordnen das Schreiben dem linksextremen Spektrum zu.

Grünheide bei Berlin

Rund um die Tesla Fabrik kommt es mehrfach zu Angriffen auf die Energieversorgung. Bereits 2021 steht eine „Vulkangruppe“ im Verdacht, einen Brandanschlag auf die Stromversorgung der Baustelle verübt zu haben. Im März 2024 brennt ein Hochspannungsmast. Die Produktion in der Autofabrik steht mehrere Tage still. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Terrorismusverdachts.

München

Ein Brandanschlag auf Stromleitungen legt Teile der Stromversorgung lahm. Etwa 150 Trafostationen fallen aus. Rund 20.000 Haushalte sind zeitweise ohne Elektrizität. Ermittler prüfen auch hier einen linksextremistischen Hintergrund. In einem Bekennerschreiben wird ein Rüstungsunternehmen als eigentliches Ziel genannt. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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