Wilhelma: Zwei Alpensteinböcke in den Hohen Tauern ausgewildert

Die zwei Steinböcke kurz vor ihrer Auswilderung in der Wilhelma. (Handoutbild) | Foto: ---/Wilhelma Stuttgart/dpa
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Wilhelma. Zwei Alpensteinböcke aus der Wilhelma leben seit dem 30. Juli in den Hohen Tauern wieder in der Natur. Zusammen mit ihnen kamen acht weitere Tiere aus drei europäischen Zoos in ein Auswilderungsgebiet in Österreich.

Initiiert und koordiniert hat die Aktion eine lokale Initiative vor Ort in Österreich. Die Auswilderung aller zehn Tiere verlief nach Angaben der Beteiligten erfolgreich.

Wilhelma: So lief die Auswilderung in Österreich ab

Die beiden weiblichen Tiere stammen aus dem Jahr 2024. Am 1. Juli prüfte das Team den Gesundheitszustand veterinärmedizinisch, nahm Blutproben und brachte die vorgeschriebenen Ohrmarken an.

Am Vormittag des 29. Juli setzten die zuständigen Tierpflegerinnen jede Geiß in eine eigene Transportkiste und verluden sie in einen klimatisierten Transporter. In Österreich folgte zunächst eine Zwischenübernachtung, am nächsten Morgen ging es im Konvoi ins Gebirge.

Am Ort der Auswilderung stellten die Teams die zehn Transportkisten der vier beteiligten Zoos nebeneinander auf und öffneten sie zeitgleich. So starteten die Tiere gemeinsam in ihren neuen Lebensraum.

Warum die Auswilderungen weitergehen

Dr. Ulrike Rademacher, Kuratorin für Huftiere in der Wilhelma, sagt: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir zusammen mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus anderen Zoos zu dieser gelungenen Aktion beitragen durften. Zwar gelten Steinböcke heutzutage nicht mehr als gefährdet. Oft leben sie aber in Inselpopulationen, die nicht miteinander verbunden sind. Seit 1994 haben wir daher nun insgesamt 25 unserer eigenen Nachzuchten für bestandsstützende Maßnahmen in Österreich zur Verfügung gestellt. Sie helfen dabei, Populationslücken zu schließen und genetische Vielfalt in den Beständen zu sichern“.

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin ordnet ein: „Der Alpensteinbock ist eine Art, bei der schon seit langer Zeit erfolgreich ausgewildert wird. Möglich ist das, da seine Lebensräumer weitgehend intakt sind und er nicht mehr verfolgt wird. Das sind die Grundvoraussetzungen für jede Auswilderung: Zunächst müssen die Ursachen behoben sein, die einst zur Dezimierung einer Art in der Natur geführt haben. Bei vielen in Zoos gehaltenen Arten ist dieser Zeitpunkt aber noch nicht erreicht. Artenschutz ist darum eine langfristige, oft generationenübergreifende Aufgabe.“ [red]

Die zwei Steinböcke kurz vor ihrer Auswilderung in der Wilhelma. (Handoutbild) | Foto: ---/Wilhelma Stuttgart/dpa
Erneut Steinböcke aus der Wilhelma in den Alpen ausgewildert
Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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