Weinlese in Deutschland: Ernte so klein wie zuletzt 2010
- Die Winzer produzieren wieder weniger Wein. (Archivbild)
- Foto: Daniel Vogl/dpa
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Deutschland. Für Weinliebhaber dürfte der neue Jahrgang weniger heimische Trauben bringen: Die Weinernte fällt voraussichtlich so niedrig aus wie zuletzt 2010.
Das Deutsche Weininstitut rechnet in einer ersten Prognose mit einer Menge, die rund 20 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 8,7 Millionen Hektolitern liegt. Im Jahr 2010 wurden 7,1 Millionen Hektoliter geerntet, im vergangenen Jahr waren es 7,7 Millionen Hektoliter.
Trockenheit lässt Trauben klein bleiben
Bis auf wenige Ausnahmen ist die Lese nach Angaben des Deutschen Weininstituts nahezu überall abgeschlossen. Besonders im Anbaugebiet Saale-Unstrut wird noch gelesen.
Der extrem trockene und sonnenreiche Sommer ließ viele Trauben klein bleiben. Die Winzerinnen und Winzer rechnen dennoch mit Spitzenqualität.
Alte Reben kamen besser durch die Dürre
Wie stark die Erträge ausfielen, unterschied sich innerhalb der Weinregionen deutlich. Entscheidend waren unter anderem das Alter der Reben und die Wasserspeicherkraft der Böden.
Ältere Reben überstanden die Dürre laut Deutschem Weininstitut oft erstaunlich gut, weil ihre tiefen Wurzeln Wasser besser erreichen. Jüngere Anlagen und Weinberge auf leichten Böden litten dagegen sichtbar unter der Wasserknappheit und mussten, soweit möglich, bewässert werden. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |