Weinernte in der Pfalz: Menge bleibt unter dem Durchschnitt
- Die Weinlese liegt 2026 wieder unter dem Durchschnitt - etwa 30 Prozent entfallen auf rote Trauben. (Archivbild)
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Pfalz. Die Weinlese in Deutschland fällt 2026 voraussichtlich kleiner aus als im langjährigen Mittel, während die Pfalz gegenüber dem Vorjahr mit einem Plus rechnet. Bundesweit erwarten die Winzer rund 8,0 Millionen Hektoliter Weinmost. Das sind etwa vier Prozent oder rund 30 Millionen Liter weniger als im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025.
Hitze und Trockenheit prägen die Trauben
Trockenheit und Hitze haben kleinere Trauben mit konzentrierten Inhaltsstoffen reifen lassen. Großflächige Schäden durch Wetterereignisse blieben nach Angaben des Statistischen Bundesamts aus. Deshalb wird ein qualitativ guter Jahrgang erwartet.
Die Schätzung beruht auf dem Stand vom 20. September. Zu diesem Zeitpunkt war die Traubenernte noch nicht vollständig abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr mit 7,7 Millionen Hektolitern wäre die Menge 2026 dennoch höher.
Mehr Riesling und Dornfelder
Rund 70 Prozent der erwarteten Ernte entfallen auf Weißmost, etwa 30 Prozent auf rote Trauben. Bei Riesling und Dornfelder werden Zuwächse erwartet. Beim Grünen Silvaner und beim Blauen Portugiesen dürfte die Lesemenge dagegen sinken.
Pfalz gehört zu den Regionen mit erwarteten Zuwächsen
In sieben der 13 deutschen Weinbaugebiete zeichnet sich gegenüber dem Vorjahr ein Plus ab:
- Rheinhessen
- Pfalz
- Baden
- Württemberg
- Rheingau
- Hessische Bergstraße
- Mittelrhein
Für Mosel, Franken, Ahr, Saale-Unstrut und Sachsen wird hingegen eine geringere Ernte erwartet. Mehr als die Hälfte der bundesweit prognostizierten Lesemenge stammt erneut aus Rheinhessen mit 2,4 Millionen Hektolitern, der Pfalz mit 2,1 Millionen Hektolitern, Baden mit 1,2 Millionen Hektolitern und Württemberg mit 772.000 Hektolitern. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |