Warum Hape Kerkeling Horst Schlemmer gerade jetzt zurückholt
- Zwischen Kino-Start und Radiogespräch: Hape Kerkeling spricht über Horst Schlemmer und darüber, warum Glück oft eher leise daherkommt.
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Kino. Hape Kerkeling holt Horst Schlemmer zurück und nennt das im Kern sogar seine „letzte Waffe“ gegen die miese Stimmung da draußen. Zum Kinostart von „Horst Schlemmer sucht das Glück“ hat Kerkeling am Vormittag im WDR2-Interview erklärt, warum er die Figur ausgerechnet jetzt wieder auf die Bühne schiebt.
„Mittelgute Laune“ und Krisen: Was hinter dem Film steckt
Hape Kerkeling sagt im Gespräch über den Anstoß für das Comeback: „Offensichtlich bin ich ja nicht der Einzige gewesen, der gedacht hat, man muss so ein altes Comedy-Kaliber noch mal irgendwie neu an den Start bringen. Siehe da, auf einmal kommt der Kollege Christoph Maria Herbst mit Stromberg erfolgreich um die Ecke. Der gute Bully kommt noch mal mit dem alten Manitou zum Vorschein, und irgendwie bin ich auf diesen Zeitgeist gefühlt auch irgendwie aufgesprungen, denn ich wollte unbedingt den Horst zurück.“
Er verbindet das direkt mit der aktuellen Stimmung: „Weil der Deutsche ist ja eigentlich bekannt dafür, dass er eher so mittelgute Laune hat, also in Europa, und das wahrscheinlich auch noch Angeberei. Und durch die ganzen Krisen, die die Welt uns jetzt so beschert hat, ist diese mittelgute Laune ja kurz davor zu kippen in eine Laune, die unrettbar verzweifelt wird. Und insofern dachte ich mir, jetzt hole ich meine letzte Waffe raus, und das ist in dem Fall der Horst“.
Glück „muss man zulassen“: Kerkelings Blick auf das große Thema
Im Interview mit Sabine Heinrich und Fabian Raphael kommt Kerkeling dann auf den Punkt, um den sich auch der Film dreht. „Glück muss man zulassen. Man muss sich anwehen lassen vom Glück. Die Arme dürfen nicht verschränkt sein. Man muss irgendwie einen offenen Geist haben, nicht zu angespannt sein, aber auch nicht zu relaxed nach dem Motto: Die Hacke voll saufen ist jetzt auch kein Glück. Und wenn man diesen Zustand, den jeder ja herstellen kann, und jeder hat hoffentlich in seinem Leben schon mal Glück erlebt, dann denken wir doch alle, Glück ist was Leises“, sagt Kerkeling. Der konkrete Anlass für das Gespräch bleibt dabei klar: der Kinostart seines neuen Films „Horst Schlemmer sucht das Glück“. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |