Umbau im Museum in Mainz: Römerschiffe neu positioniert
- Ein Gummikissen hilft beim Verschieben des empfindlichen Holznachbaus.
- Foto: Hannes P. Albert/dpa
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Mainz. Im Museum für Antike Schifffahrt in Mainz laufen die Vorbereitungen für eine neue Ausstellung. Dafür sind große Nachbauten der berühmten Mainzer Römerschiffe im Gebäude aufwendig versetzt worden.
Eine Spezialfirma hob die empfindlichen Holzschiffe mit Transportluftkissen an und bewegte sie an neue Positionen. Die Gummikissen wurden unter die Rümpfe geschoben und mit Luft gefüllt. So konnten die schweren Konstruktionen vorsichtig angehoben und verschoben werden.
Die Nachbauten wiegen jeweils rund sieben bis acht Tonnen. Sie gehen auf spektakuläre Funde aus den Jahren 1981 und 1982 zurück. Damals wurden am Rhein in Mainz mehrere spätrömische Schiffswracks entdeckt.
Museum soll nach Umbau wieder öffnen
Hintergrund der Aktion ist eine komplett neue Ausstellung im Museum für Antike Schifffahrt. Das Haus gehört zum benachbarten Leibniz Zentrum für Archäologie. Die Schau war ursprünglich bereits geplant. Danach mussten jedoch umfangreiche Arbeiten am Gebäude erledigt werden. Unter anderem wurden Brandschutz und Elektrik erneuert. Seitdem ist das Museum geschlossen.
Die Wiedereröffnung ist nach Angaben der Verantwortlichen für Ende des Jahres vorgesehen. Bis dahin laufen noch zahlreiche Arbeiten im rund 3300 Quadratmeter großen Ausstellungsbereich.
Originalwracks und Modelle geplant
In der neuen Ausstellung sollen Besucher einen umfassenden Einblick in die antike Schifffahrt erhalten. Gezeigt werden unter anderem
- sechs originale römische Schiffswracks
- 48 Modelle antiker Schiffe
- zwei große Nachbauten der Mainzer Römerschiffe
Die rekonstruierten Schiffe sind zwischen 18 und 21 Meter lang. Eines gilt als mögliches Reiseschiff eines römischen Kaisers. Das andere wurde vermutlich als Patrouillenboot eingesetzt. Laut Fachleuten war dieses Schiff mit 32 Ruderern und einem Mast besonders schnell.
Die neue Präsentation beschäftigt sich auch mit größeren Fragen der Geschichte. Etwa warum Menschen überhaupt Schiffe bauen und welche Rolle die Schifffahrt für Handel, Mobilität und den Austausch zwischen Regionen spielte.
Für die Neugestaltung der Ausstellung werden rund 1,5 Millionen Euro investiert. Auch eine barrierefreie Gestaltung ist vorgesehen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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