Tschernobyl - Die ersten 48 Stunden: Doku-Premiere
- Tschernobyl - Die ersten 48 Stunden.
- Foto: The HISTORY Channel, Foto: Like A Shot Entertainment
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Tschernobyl - Die ersten 48 Stunden. 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe rückt eine neue Dokumentation die Stunden in den Fokus, in denen Entscheidungen im Minutentakt fielen. The HISTORY Channel zeigt am 26. April ab 21 Uhr ein Sonderprogramm mit drei Dokus.
Im Mittelpunkt steht die deutsche TV-Premiere von „Tschernobyl - Die ersten 48 Stunden“. Danach folgt die Episode „Todeszone Tschernobyl“ aus „Wigald & Fritz - Die Geschichtsjäger“, zum Abschluss läuft „Fukushima - Im Schatten der Katastrophe“.
Tschernobyl - Die ersten 48 Stunden: Was die Doku genau erzählt
Die 47-minütige Dokumentation setzt beim Sicherheitstest an, der zur Explosion von Reaktor 4 führte, und erzählt die nächsten zwei Tage chronologisch. Sie zeigt Abläufe im Kraftwerk direkt nach dem Unfall, die Einsätze von Feuerwehr und Spezialkräften sowie Maßnahmen, die eine weitere Explosion verhindern sollten.
Dazu zählt auch der Einsatz von Tauchern, die unter der beschädigten Reaktoranlage arbeiteten, um Wasser aus überfluteten Bereichen abzulassen. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Evakuierung der rund 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner von Prypjat, die am Tag nach der Explosion angeordnet wurde und innerhalb weniger Stunden ablief.
Menschen, die dabei waren, und Fachleute im Gespräch
Interviews ergänzen die Zeitleiste, darunter Pflegepersonal und Sanitäter aus dem Krankenhaus von Prypjat sowie der leitende Operator von Reaktor 4. Außerdem kommen Fachleute wie Militärhistoriker und Professoren der Radiochemie zu Wort.
„Tschernobyl - Die ersten 48 Stunden“ (Originaltitel: „Escape From Chernobyl: 48 Hours That Changed The World“) produzierte Like A Shot Entertainment 2025. Regisseur Luke Wales arbeitete dabei mit den Executive Producern Henry Scott und Danny O'Brian.
Wigald Boning und Fritz Meinecke in der Sperrzone
Um 21.55 Uhr folgt „Todeszone Tschernobyl“ aus „Wigald & Fritz - Die Geschichtsjäger“. Wigald Boning und Fritz Meinecke reisen darin nach Tschernobyl, um die verstrahlte Sperrzone rund um den havarierten Reaktor zu erkunden.
Begleitet werden sie vom Physiker und ehemaligen Präsidenten der Gesellschaft für Strahlenschutz, Dr. Sebastian Pflugbeil, sowie vom früheren Liquidator Wladimir Usatenko. Boning erinnert sich an einen Moment im Kraftwerk: „Als wir in Block 3 des Kernkraftwerks vor dem zugemauerten Gang zu dem havarierten Block 4 standen und uns nur noch eine Mauer vom Katastrophenreaktor getrennt hat, das war beklemmend“. [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |