phoenix persönlich: Natalie Amiri über Iran, Angst und Isolation

In „phoenix persönlich“ spricht Theo Koll mit Natalie Amiri über die aktuelle Lage im Iran und die Folgen für die Menschen vor Ort. | Foto: Drobot Dean/stock.adobe.com
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phoenix persönlich. Wenn die Verbindung zur Außenwelt fast abreißt, wird selbst der Alltag zur Belastungsprobe. In „phoenix persönlich“ spricht Moderator Theo Koll mit der Nahost-Expertin Natalie Amiri über die aktuellen Entwicklungen im Iran.

Die Sendung läuft am 18. April um 0 Uhr bei phoenix. Amiri schildert dabei nicht nur politische Linien, sondern vor allem die Lage der Menschen, die gerade zwischen Angst, Unsicherheit und wirtschaftlichem Druck leben.

phoenix persönlich: Amiris Blick auf die Lage in Teheran

„Ich glaube, für die Menschen vor Ort ist es gerade die Hölle auf Erden“, beschreibt Amiri die Situation. Sie berichtet, die Kommunikation ins Ausland sei weitestgehend unterbrochen, viele lebten in Angst und Sorge. Konkret erzählt sie von Checkpoints und Schlägertrupps auf den Straßen von Teheran. Die anfängliche Euphorie und Hoffnung auf ein Ende des Regimes gebe es nicht mehr.

Was sich laut Amiri verschärft hat

Amiri sagt, das Regime habe sich nicht geändert, es sei weiterhin hochradikalisiert, korrupt, richte Protestierende hin und unterdrücke die Bevölkerung. Dazu komme eine katastrophale wirtschaftliche Lage, die sich durch den Krieg noch weiter verschlechtert habe. Auch auf die Erwartungen in den USA geht sie ein: US-Präsident Trump habe, so Amiri, mit einem schnellen Regimechange gerechnet, das sei nicht passiert und jetzt wolle er raus.

Warum die Perspektive fehlt

Natalie Amiri war jahrelang für die ARD als Korrespondentin im Iran und leitete von 2015 bis 2020 das ARD-Büro in Teheran. Nach einer Warnung des Bundesnachrichtendienstes musste sie das Land verlassen und reiste seitdem nicht mehr ein.

Für die Menschen im Iran habe der Krieg nichts gebracht, sagt sie, es fehle jede Perspektive: „Nichts erscheint am Ende des Tunnels hell.“ [red]

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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