Pforzheim: 2300 Haushalte bekommen ein stabileres Kabelnetz
- Streaming, Video-Calls, Gaming: In Pforzheim soll das Kabel-Glasfasernetz nach mehreren Bauprojekten spürbar stabiler laufen.
- Foto: StockPhotoPro/stock.adobe.com
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Pforzheim. Wenn abends alle gleichzeitig streamen, merkt man sofort, wie gut das Festnetz wirklich ist. In Pforzheim profitieren jetzt über 2300 Kabelhaushalte von einem modernisierten Kabel-Glasfasernetz, das mehr Stabilität und Leistung bringen soll – gerade zu Spitzenzeiten. Vodafone hat dafür innerhalb weniger Monate nach eigenen Angaben sechs Bauprojekte umgesetzt: neue Glasfaserkabel im Boden, zusätzliche Glasfaser-Knotenpunkte und kleinere Netz-Segmente, meist ohne größere Auswirkungen auf Anwohner oder Verkehr.
Warum die Netzmodernisierung beim Streaming spürbar sein soll
Der Datenverkehr im Landkreis Pforzheim wächst laut Vodafone aktuell um 12 Prozent pro Jahr. Und genau dann wird es eng, wenn viele Menschen parallel Video-Konferenzen nutzen oder Musik und Videos streamen, Serien schauen oder Live-Übertragungen aus Sport und Kultur laufen. Was technisch dahintersteckt, fasst Vodafone Technik-Chef Fabrizio Rocchio so zusammen: „Unsere Techniker haben im vergangenen Jahr immer mehr Glasfaser ins Kabelnetz gebracht und die Zahl der Netzelemente mit mehr als 3.500 Maßnahmen für unsere Kunden massiv erhöht. An Orten, wo besonders viele Verbraucher unser Festnetz nutzen, haben wir die Netzsegmente dafür mit zusätzlichen Glasfaser-Knotenpunkten unterteilt. Dort sind nun deutlich weniger Internet-Nutzer zeitgleich im selben Bereich in unserem Netz unterwegs als in der Vergangenheit. Bei jedem einzelnen Kunden kommt dadurch im Schnitt deutlich mehr Geschwindigkeit zuverlässig an. Das erhöht die Qualität beim Streamen, beim Spielen von Online-Games und beim virtuellen Arbeiten aus dem Home-Office“, so Rocchio.
Je nachdem, wo ein Engpass entsteht, setzt Vodafone auf unterschiedliche Maßnahmen: Bei einem Flaschenhals am Verstärkerpunkt kommt die sogenannte Segmentierung zum Einsatz, bei der Koaxialkabel durch Glasfaser ersetzt und Verstärkerpunkte zu Fiber Nodes umgebaut werden. Liegt der Engpass beim Übergang vom nationalen zum regionalen Backbone, erhöht die Zuschaltung weiterer Glasfaser-Anbindungen die Transportleistung in diesem Abschnitt – vergleichbar mit einer zusätzlichen Spur auf der Autobahn. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |