Marillenknödel gelingen: So wird der Kartoffelteig schön zart
- Klassiker der Alpenküche: Im Knödelteig wird auch jede Aprikose zur Marille.
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Marillenknödel. Mit reifen, eher kleinen Aprikosen und gut gekühltem Kartoffelteig lassen sich Marillenknödel zu Hause zuverlässig zubereiten. Konditormeisterin Beate Wöllstein aus München erklärt, dass frische Marillen in der Hauptsaison im Juli und August besonders gut passen, hochwertige Früchte aus der Dose aber ebenfalls funktionieren.
Entscheidend ist vor allem die Frucht. "Das Obst sollte am besten möglichst bald nach dem Kauf verwendet werden, da es nicht lange hält", rät Wöllstein. Für Marillenknödel sollten die Früchte eher klein sein, damit sie sich gut mit Teig umhüllen lassen. Reife Aprikosen erkennt man laut der Expertin daran, dass sich der Kern leicht vom Fruchtfleisch löst.
Kleine Marillen und kühler Teig erleichtern die Zubereitung
Für 12 Marillenknödel besteht der Kartoffelteig aus 500 Gramm mehligen Kartoffeln ohne Schale, 50 Gramm zerlassener Butter, 4 Gramm Salz, 35 Gramm Zucker nach Belieben, 180 Gramm Mehl Type 550, 50 Gramm Hartweizengrieß, 40 Gramm Eigelb und 50 Gramm Ei.
Für die Füllung werden 12 frische Aprikosen und 12 Stück Würfelzucker verwendet. Bei Aprikosen aus der Dose entfällt der Würfelzucker. Für die Brösel werden 200 Gramm Butter und 300 Gramm Semmelbrösel benötigt. Zum Schluss kommt Puderzucker darüber.
So werden die Knödel Schritt für Schritt geformt
- Kartoffeln schälen, etwa 20 bis 25 Minuten weich kochen und auskühlen lassen.
- Butter in einer Pfanne erhitzen und die Semmelbrösel unter ständigem Rühren goldgelb rösten.
- Die Kartoffeln durch die Presse drücken und noch einmal abwiegen. Benötigt werden 500 Gramm.
- Die Butter für den Teig flüssig werden lassen und mit Kartoffelmasse, Salz, Zucker, Mehl, Hartweizengrieß, Eigelb und Ei zu einem glatten Teig kneten.
- Den Teig leicht mit Mehl bestäuben und etwa 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
- Den Teig zu einer etwa 4 Zentimeter dicken Rolle formen, in zwölf Stücke teilen und die Stücke jeweils etwa 1 Zentimeter flach drücken.
- Frische Aprikosen so einschneiden, dass sie an einer Stelle zusammenhalten. Jeweils einen Würfelzucker in die Mitte legen, mit Teig umhüllen und zu einer gleichmäßig dicken Kugel formen.
- Knödel in leicht siedendem, leicht gesalzenem Wasser 10 Minuten garen und danach in den gerösteten Bröseln wenden.
Bei Aprikosen aus der Dose gilt laut Wöllstein dasselbe Vorgehen wie bei frischen Früchten, nur ohne zusätzlichen Würfelzucker. Serviert werden die Marillenknödel warm, zum Beispiel mit Vanillesauce, extra süßen Bröseln und etwas Puderzucker.
Wer auf kleine, reife Früchte und einen gut gekühlten Teig achtet, erleichtert sich die Zubereitung deutlich. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |