Kunstgeschenk von Tübinger Verleger: Museen können sich bewerben
- Sammelte leidenschaftlich Kunst: Christoph Müller. (Archivbild)
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Berlin/Tübingen. Für Museumsbesucher könnten künftig mehr Werke aus einer bedeutenden Privatsammlung öffentlich sichtbar werden: Die Christoph Müller Stiftung verschenkt mehr als 1.500 Kunstwerke an öffentliche Museen.
So läuft die Bewerbung
Öffentliche Museen können sich nach Angaben der Stiftung bis Mittwoch, 31. Dezember, online um einzelne Werke bewerben. Auf der Internetseite der Stiftung sind die Arbeiten einzeln aufgeführt. Entscheidend ist, ob ein Werk gut zur jeweiligen Sammlung passt. Bei mehreren Interessenten soll eine Jury entscheiden.
Diese Kunstwerke stehen zur Auswahl
Die Sammlung umfasst Arbeiten aus mehreren Jahrhunderten. Dazu gehören unter anderem:
- Holzschnitte von Hans Baldung aus dem 16. Jahrhundert
- Gemälde von Charles-François Daubigny, Carl Blechen und Andreas Achenbach
- eine Kreidezeichnung von Heinrich Zille
- abstrakte Werke von Edmund Kesting
Christoph Müller war Kunstsammler, Mäzen und früherer Verleger des „Schwäbischen Tagblatts“ in Tübingen. Mehr als drei Jahrzehnte war er auch Chefredakteur der Zeitung. Nach dem Verkauf seiner Verlagsanteile lebte Müller in Berlin und widmete sich intensiv der Kunst. Er starb im Alter von 86 Jahren.
Teile der Sammlung gingen bereits an Museen
Bedeutende Teile seiner Sammlung waren schon früher verschenkt worden. Mehrere Hundert Werke gingen nach Mecklenburg-Vorpommern, darunter eine Sammlung dänischer Malerei nach Greifswald. Auch das Berliner Kupferstichkabinett erhielt rund 200 Werke.
Nach Angaben des geschäftsführenden Stiftungsvorstands Joachim von Zepelin haben sich bereits Dutzende Museen registriert. Auch wenn die Werke künftig an verschiedenen Orten zu sehen sein sollen, soll die gesamte Sammlung am Ende online in einem digitalen Museum erkundet werden können. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |