Kelly Family: Der legendäre Doppeldecker darf bald wieder auf die Straße
- Kelly Family-Doppeldecker-Bus
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Kelly Family. Der legendäre Doppeldecker-Bus der Kelly Family steht kurz vor seinem Comeback im deutschen Straßenverkehr. Nach einer grundlegenden Restaurierung hat eine Einzelbegutachtung in Bonn den Weg frei gemacht, damit Joey Kelly den Bus wieder zulassen kann.
Der über 60 Jahre alte Bristol Lodekka war früher als Touristenbus in London unterwegs, später wurde er zum Tourbus der Band: Unten Wohnraum, oben Bühne. In den 1990ern rollte er zuletzt in dieser Form, danach stand er wegen technischer Probleme jahrzehntelang.
Kelly Family: So lief die Restaurierung des Bristol Lodekka
Im Herbst 2024 bekam der Bus seine Außenhaut instandgesetzt, frischen Lack und den typischen Kelly-Family-Schriftzug. Doch die eigentliche Arbeit begann danach erst, wie DEKRA Oldtimer-Experte Carsten Bräuer erzählt: „Auch wenn das ein wichtiger Schritt war und der Bus äußerlich schon wieder ganz gut aussah: Was die Technik angeht, ging es dann eigentlich erst so richtig los“.
Motor, Fahrwerk, Bremsen, Unterboden, Elektrik und Lichttechnik mussten von Grund auf überholt oder erneuert werden. Bräuer schaute regelmäßig vorbei, prüfte den Fortschritt und gab Hinweise zu offenen Punkten.
Joey Kelly betont, wie wichtig die Begleitung für ihn war: „Die Begleitung durch DEKRA während des gesamten Prozesses war ein unschätzbarer Wert. Ich habe mich einfach in sicheren Händen gefühlt: Der spezialisierte Sachverständige sagt dir, was noch gemacht werden muss, und warum.“
Auch Bräuer beschreibt das Projekt als etwas Besonderes: „Da steht ein Stück Kulturgeschichte vor einem, und es ist schon etwas Besonderes, es gemeinsam wieder so weit zu bringen, dass es funktionstüchtig und sicher ist“.
Formal endete der Wiederaufbau mit der Abnahme in der DEKRA Prüfstelle in Bonn. Bräuer sagt: „Wir haben im Rahmen der Einzelbegutachtung nach §21 StVZO noch einmal überprüft, dass der Bus den Vorschriften für den sicheren und umweltgerechten Betrieb entspricht“.
Das erste Ziel hat Joey Kelly längst im Kopf: „Ich fahre mit dem Bus nach Wacken“, so sein Plan für die rund 500 Kilometer lange Strecke aus dem Rheinland bis nach Schleswig-Holstein. [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |