„Hunde-Mafia“: Eine Tierärztin erhebt schwere Vorwürfe in Rumänien
- „Die Hunde-Mafia: How to kill a puppy & get rich“.
- Foto: ProSieben, Foto: Joyn
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TV-Tipp. Eine neue Investigativ-Doku begleitet eine Fahrt in private Tiertötungsstationen in Rumänien und konfrontiert mit Vorwürfen, die schwer auszuhalten sind. Im Zentrum steht ein Geschäft, bei dem für jeden gefangenen und getöteten Hund bis zu 400 Euro fließen sollen.
Worum es in „Die Hunde-Mafia“ geht
In „Die Hunde-Mafia: How to kill a puppy & get rich“ begleitet Tierschutz-Creator Nathan Goldblat Recherchen vor Ort und organisiert Hunderettungen. PETA-Funktionärin Jana Hoger beschreibt dabei drastisch, was den Tieren droht: „Die Hunde werden vergiftet, teilweise erschlagen oder lebendig verbrannt, auf die einfachste und billigste Weise - vor den Augen der anderen Hunde.“ Rumänien lässt laut Doku massenhaft Straßenhunde einfangen, einsperren und alle töten, die nicht innerhalb von 14 Tagen adoptiert werden. Für dieses „Hundemanagement“ kassieren Betreiber von Auffang- und Tötungsstationen demnach zwischen 200 und 400 Euro pro Tier, finanziert durch öffentliche Mittel.
Was die Tierärztin Emma Stratulat behauptet
Die rumänische Tierärztin und Stadträtin Emma Stratulat nennt eine Zahl, die die Dimension verdeutlichen soll: „Bisher wurden etwa zwei Millionen getötet und es sind immer noch so viele auf der Straße.“ Besonders erschütternd beschreibt sie das Leid in den Stationen am Beispiel einer Hündin: „Oft werden sie schwanger gefangen. Und was so traurig ist, ihr Nachwuchs wurde von Hunden aus der Station getötet, weil sie so ausgehungert waren, dass sie anfingen, die Welpen zu fressen.“ Und Stratulat erhebt einen weiteren Vorwurf, der in der Doku eine zentrale Rolle spielt: „Es gibt eine weitere Horror-Tötungsstation. Dort werden Tiere gezüchtet, nur um sie später töten zu können.“
„Geldruckmaschine“: So beschreibt Goldblat das System
Nathan Goldblat ordnet die finanziellen Anreize in der Doku so ein: „Das ist eine Geldruckmaschine. Und keiner, bis in die Politik, ist bereit, das zu verändern, weil alle mitverdienen.“ Tierschutz-Influencer Malte Zierden, der Goldblat bei einer Hunderettung in Rumänien begleitet, reagiert fassungslos: „Ich habe viele Dinge gesehen. Das ist echt der Abgrund.“
Sendetermin und Streaming: Wann „Die Hunde-Mafia“ läuft
ProSieben zeigt „Die Hunde-Mafia: How to kill a puppy & get rich“ am 15. April um 20.15 Uhr. Die ersten Folgen laufen ab 8. April bei Joyn. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |