Die Toten Hosen - Das letzte Album: So nah dran wie nie im Studio

Die Toten Hosen - Das letzte Album. | Foto: ARD Mediathek, Foto: Robert Eikelpoth/Dirk Rudolph
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Die Toten Hosen - Das letzte Album. Die Band zieht sich für ihr finales Studio-Kapitel monatelang in eine Art Jugendherberge zurück und lebt dort wie in einer Männer-WG. Der 90-minütige Film begleitet Campino, Andi, Breiti und Kuddel beim Schreiben, Verwerfen und Neuansetzen, ab dem 20. Mai in der ARD Mediathek und am 23. Mai um 23.25 Uhr im Ersten.

Im Zentrum steht die Frage, wie sich ein musikalischer Abschied überhaupt anfühlt, wenn er wirklich passieren soll. Bassist Andi Meurer bringt es so auf den Punkt: „Die Vorstellung, das ist das letzte Mal, dass wir ein Album machen, das ist schon etwas Besonderes”, so Meurer.

Die Toten Hosen - Das letzte Album: Endlos ausprobieren, wieder bei Null starten

Die Doku zeigt, wie kompromisslos der Weg zum fertigen Song sein kann, wenn nichts „einfach so” durchgewinkt wird. Gitarrist Michael „Breiti” Breitkopf erklärt, warum das Abschotten für die Arbeit wichtig ist: „Es ist ein Prozess des endlosen Ausprobierens. Man kann auch auf nichts aufbauen oder zurückgreifen, weil mit jeder Idee, jedem Lied fängt man wieder bei Null an und es war schon immer so, dass wir uns selber überlisten mussten, um eine Atmosphäre zu schaffen, wo man möglichst gut an Ideen kommt.”

Dabei bleibt es nicht bei Musik als Handwerk, auch die Texte tragen weiter politische Haltung. Die Band verankert das als Teil ihrer Identität und nimmt den Anspruch mit ins Studio.

Freundschaft, Druck und Reibung

Neben Nähe und Humor lässt der Film auch die Spannungen zu, die bei so einem Projekt fast zwangsläufig entstehen. Campino sagt offen: „Vielleicht brennt es in mir am meisten, diese Frage, wie man was mit Würde zu Ende bringt”, so Campino. Und auch in der Band selbst klingt nicht alles nach glattem Konsens, wenn es um das „letzte reguläre Studioalbum” geht. Gitarrist Kuddel hält dagegen: „Ich hätte mich nicht so entschieden.”

Auch auf Tour: Der Gedanke ans letzte Mal

Das Filmteam begleitet Die Toten Hosen außerdem hinter die Kulissen einer Europatournee. Kuddel beschreibt die besondere Schärfe solcher Momente so: „Das muss man sich bewusst machen, dass es eben immer das letzte Konzert sein kann. Und je älter Du wirst, ist die Wahrscheinlichkeit auch höher.”

Regisseur Eric Friedler begleitet die Band über zwei Jahre, der Film läuft ab dem 20. Mai in der ARD Mediathek und am 23. Mai um 23.25 Uhr im Ersten, nach dem DFB-Pokalfinale. [red]

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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