Cocktail-Sirup selber machen: Mehr Geschmack im Drink
- Cocktail-Sirup selber machen: Dieses Erdbeer-Basilikum-Sirup wird mit Crushed Ice und Tonic Water zur perfekten Erfrischung.
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Cocktail-Sirup selber machen. Selbst gekochter Sirup bringt mehr Aroma in Cocktails und alkoholfreie Drinks und lässt sich mit wenigen Zutaten herstellen. Wasser und Zucker bilden die Basis, dazu kommen je nach Geschmack Kräuter, Gewürze oder Früchte. Viele Varianten entstehen aus Zutaten, die ohnehin in der Küche vorhanden sind.
Die Münchner Bartenderin Lydia Raaf-Dahaldian von der «Dorothy Bar» setzt hinter der Theke bewusst auf selbst gekochte Sirups. «Da kann man Reste verwerten, einfach kreativ sein», erklärt sie. Für sie ist Sirup nicht nur süßes Zuckerwasser, sondern eine Zutat, die Aromen konserviert und gezielt in Drinks transportiert.
Zuckersirup ist die einfache Basis für viele Drinks
Der klassische Zuckersirup, in Bars auch Simple Syrup genannt, besteht aus Zucker und Wasser im Verhältnis eins zu eins. Ein Teil Zucker wird mit einem Teil Wasser in einem Topf erhitzt. Die Mischung wird unter gelegentlichem Rühren aufgekocht, bis sich die Zuckerkristalle vollständig aufgelöst haben.
Anschließend köchelt der Sirup bei geringer Hitze noch einige Minuten weiter. Dadurch wird die Flüssigkeit etwas dickflüssiger. Nach dem Abkühlen kann der Sirup direkt verwendet oder in eine saubere Flasche abgefüllt werden.
Der britische Barkeeper Owen Williams empfiehlt Simple Syrup etwa für einen alkoholfreien Limon Spritz. Dafür kommen frisch gepresster Zitronensaft, Sirup, Sodawasser und alkoholfreier Sekt in ein mit Eis gefülltes Weinglas. Garniert wird der Drink mit einem Rosmarinzweig.
Kräuter, Gewürze oder Früchte geben dem Sirup Aroma
Die Grundmischung lässt sich leicht aromatisieren. Kräuter oder Gewürze werden einfach mit heißem Sirup übergossen und ziehen mehrere Stunden oder über Nacht.
Typische Zutaten sind zum Beispiel:
- Rosmarin, Thymian oder Lavendel
- Vanille oder Zimt
- Zitronenschalen oder andere Zitrusfrüchte
In einer sauberen Flasche und im Kühlschrank gelagert hält sich der Sirup bis zu vier Wochen.
Auch Fruchtsirup lässt sich leicht herstellen. Dafür werden zum Beispiel Erdbeeren in einem Glas zerdrückt und mit Zuckersirup übergossen. Nach etwa 24 Stunden Ziehzeit im Kühlschrank wird die Mischung durch ein Sieb in ein sauberes Gefäß abgegossen. Erdbeersirup hält sich gekühlt etwa drei Wochen.
Als Sommerdrink empfiehlt Owen Williams ein Erdbeer-Basilikum-Tonic. Der Sirup wird mit Zitronensaft und Tonic Water im Highball-Glas gemischt und mit Basilikum sowie Crushed Ice serviert.
Earl-Grey-Sirup für alkoholfreie Cocktailvarianten
Auch Tee eignet sich als Aromabasis. Für etwa 350 Milliliter Earl-Grey-Sirup werden 240 Milliliter frisch aufgebrühter, starker Earl-Grey-Tee mit 200 Gramm Zucker in einem Topf erhitzt. Die Mischung wird unter Rühren gekocht, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.
Nach dem Abkühlen kommt der Sirup in ein Schraubglas und wird im Kühlschrank aufbewahrt. Dort bleibt er etwa drei Wochen haltbar.
Der Sirup ist eine wichtige Zutat im Drink «Earl of Bramble». Dafür werden Brombeeren, Tee-Sirup, alkoholfreier Gin und frisch gepresster Zitronensaft mit Crushed Ice im Tumbler serviert. Als Garnitur dienen Brombeeren und Minze. Selbst gemachter Sirup ermöglicht so viele Cocktailvarianten mit überschaubarem Aufwand in der eigenen Küche. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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