Carmen Maura dreht mit 80 ihre erste Nacktszene
- Ein überraschend spätes Kapitel in einer langen Filmkarriere: Carmen Maura spricht offen über ihre erste Nacktszene mit 80
- Foto: Sophia Emmerich/stock.adobe.com
- hochgeladen von Stephanie Walter
Film. Man denkt ja, eine Filmlegende hat in ihrer Karriere schon alles erlebt – und dann kommt so ein Satz: „Ich musste komplett nackt sein.“ Genau das erzählt Schauspielerin Carmen Maura (80) jetzt über ihren neuen Film „Calle Málaga“ im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz). Und sie klingt dabei erstaunlich entspannt: „Und an diesem Punkt meines Lebens ist mir das völlig egal.“
Warum die erste Nacktszene erst mit 80 kommt
Maura wundert sich vor allem über den späten Zeitpunkt der Anfrage. „Komischerweise musste ich mich bei all den Filmen, die ich schon gemacht habe, nie ausziehen“, sagt sie der noz. Besonders pikant: Sie habe sogar das „Destape“ miterlebt, den Übergang von der Franco-Diktatur zur Demokratie, den Maura als „Spaniens rebellischste Zeit“ schildert: „Damals waren alle nackt. Nur ich nicht. Und jetzt, wo ich 80 Jahre alt bin, kommen sie mir auf einmal damit. Und es war überhaupt kein Problem für mich, eher eine lustige Erfahrung.“
So entspannt ging Maura mit der Szene um
Auch beim Dreh selbst blieb sie nach eigenen Worten locker. „Meinen Körper akzeptiere ich so, wie er sich verändert. Denn dass er sich verändert, ist offensichtlich“, sagt Maura der noz. Und sie macht klar, dass sie das Thema nicht ständig beschäftigt: „Ob ich Flecken habe oder nicht, hat für mich keine Bedeutung.“ Ihr Kollege Ahmed Boulane dagegen wirkte laut Maura deutlich nervöser: „Man merkte, wie sehr er sich davor fürchtete, seinen Hintern zu zeigen.“
Privat sagt Maura klar Nein zur Romantik
Mindestens so deutlich wie beim Thema Drehen wird Maura, wenn es um ihr Privatleben geht. „Mir persönlich steht der Sinn nach gar nichts“, sagt sie zum Stichwort Begehren. „Ich habe keinerlei Bedürfnis, mich zu verlieben, und auch keine Lust auf eine Partnerschaft.“ Einen potenziellen Partner in den eigenen vier Wänden schließt sie komplett aus: „Ich würde mir nicht mal im Traum einen Mann ins Haus holen.“ Und warum sie sich damit wohlfühlt, fasst sie so zusammen: „Ich bin es gewohnt, allein zu leben, und sehr glücklich damit. Ich brauche keinen Mann, der mir sagt, wie dies oder jenes zu machen ist.“ Damit verbindet sich „Calle Málaga“ für sie gleich doppelt mit einem klaren Punkt: Vor der Kamera blieb Nacktheit für Maura mit 80 „überhaupt kein Problem“, und privat setzt sie weiterhin auf ein Leben allein. [red]
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |