104 Minuten, ein Patzer am Morgen: Köln steht als erster Halbfinalist fest

Drei Verlängerungen, dann der Jubel: Köln zieht als erster Klub ins DEL-Halbfinale ein. In den anderen Serien spitzt sich der Kampf um die Matchbälle zu. | Foto:  StockPhotoPro/stock.adobe.com
  • Drei Verlängerungen, dann der Jubel: Köln zieht als erster Klub ins DEL-Halbfinale ein. In den anderen Serien spitzt sich der Kampf um die Matchbälle zu.
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Eishockey. Drei Verlängerungen, ein 2:1 und danach riesige Erleichterung: Die Kölner Haie haben sich als erster Club ins DEL-Halbfinale gespielt. Jan Luca Sennhenn traf nach 104 Minuten zum Serien-Sweep gegen Schwenningen (4:0) und beschert Köln über Ostern spielfreie Tage.

Kölner Haie lösen Halbfinal-Ticket nach Marathon-Spiel

Haie-Trainer Kari Jalonen genoss den Playoff-Abend sichtlich und hatte sogar eine kleine Story zum Siegtorschützen parat: "Das ist echtes Eishockey! So läuft es in den Playoffs: Man muss körperlich und mental wirklich hart im Nehmen sein. Sennhenn kam heute zu spät zur morgendlichen Besprechung, vielleicht braucht er auch ein bisschen mehr Schlaf...."Sennhenn erklärte die Verspätung direkt selbst: "Das war eine kleine Verwechslung in der Gruppe: Auf dem Plan stand 10 Uhr und dann kam nachträglich noch eine Nachricht, dass um 9 Uhr Treffpunkt ist. Deshalb war ich etwas spät, aber anscheinend hat's geholfen..." Und sportlich fühlte sich der Treffer für ihn umso besonderer an: "Es ist ein unglaubliches Gefühl, gerade nach der Verlängerung. Ich schieße nicht allzu viele Tore, aber dann wahrscheinlich die relativ wichtigen."

Tropmann-Schock überschattet Derby: Ingolstadt gleicht Serie aus

Deutlich wilder ging es im Derby zwischen dem ERC Ingolstadt und dem EHC Red Bull München zu: Ingolstadt gewann Spiel 4 mit 7:2 und stellte in der Serie auf 2:2. Überschattet wurde die Partie von einem überharten Check: Youngster Edwin Tropmann musste nach einem Check von Fabio Wagner vom Eis getragen werden, im Stadion hallte "Ärzte aufs Eis" durch die Halle.Münchens Coach Oliver David zeigte sich nach der Szene betroffen: "Ich fühle mich schrecklich wegen ihrem Spieler, der zu Boden gegangen ist. Das war sehr unglücklich. Natürlich sind die Emotionen in so einem Spiel groß, aber das ist ein Unfall, den man nicht sehen will". Sportlich kippte die Partie früh, auch wegen einer 5-Minuten-Strafe gegen Taro Hirose, die Ingolstadt in ein Powerplay-Feuerwerk verwandelte: drei Tore innerhalb von 50 Sekunden.

Bremerhaven lebt, Berlin zieht davon: Spiel 5 am Donnerstag

In der Serie zwischen den Pinguins Bremerhaven und den Adlern Mannheim wehrte Bremerhaven den ersten Matchball mit einem 6:1 ab und verkürzte auf 1:3. Leon Hungerecker freute sich über die Reaktion: "Es tut sehr gut. Zuhause wollen wir natürlich nicht verlieren. Deswegen haben wir alles gegeben und wieder Fischtown-Hockey gespielt. Das war der erste Schritt in die richtige Richtung." Mannheims Trainer Dallas Eakins blieb trotz der Klatsche sachlich: "Im 2. Drittel haben wir das Spiel verloren. Aber wir sind 3:1 in der Serie vorne, fahren jetzt nach Hause und haben ein paar ganz wertvolle Lektionen gelernt."Berlin machte derweil den nächsten Schritt: Nach dem Heimsieg in Spiel 4 führt der Hauptstadtclub gegen Straubing mit 3:1.

Manuel Wiederer fasste den Auftritt so zusammen: "Die Special Teams waren gut, der Einsatz war sehr gut, ein solider Heimsieg am Ende. Dritter Sieg, nehmen wir gerne". Straubings Michael Connolly kündigte für Spiel 5 Widerstand an: "Es ist Playoff-Hockey, wir haben keine Gruppe, die aufgibt. Ihr werdet unsere beste Leistung am Donnerstag sehen. Da geht es darum, das Momentum aufs Eis zu bekommen." Am Donnerstag, 2. April, zeigt MagentaSport die fünften Viertelfinal-Partien ab 19 Uhr in der Konferenz und ab 19.15 Uhr in Einzelspielen. [red]

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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