Weinzehnt aus Kirrweiler in Empfang genommen
Ein himmlisches Getränk

„Drum lasst am Wein uns laben, den Noah schon geliebt, als eine dieser Gaben, die uns der Herrgott gibt.“
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  • „Drum lasst am Wein uns laben, den Noah schon geliebt, als eine dieser Gaben, die uns der Herrgott gibt.“
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Speyer. Zum achten Mal wurde am 22. Juni auf dem Domplatz der Weinzehnt aus Kirrweiler in Empfang genommen. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Weihbischof Otto Georgens begrüßten die Kirrweiler Delegation mit Bürgermeister Rolf Metzger, Pfarrer Peter Nirmaier, Weinprinzessin Kerstin I. und zahlreichen weiteren Freundinnen und Freunden des Weines. 
„Wo isses Trinke? Wir ham dorscht!“. Georgius, Verwalter des „göttlichen Weinkellers“, und Maria begrüßten humorvoll das Publikum auf dem Domplatz, während beide im Domnapf standen. Sie erzählten in Form eines Schauspiels von der nicht immer einfachen Aufgabe, den Weinzehnten zu erbringen. Im Anschluss hob der Kirrweiler Bürgermeister Rolf Metzger augenzwinkernd die engen historischen Beziehungen zwischen Speyer und Kirrweiler hervor. Seit der Zeit der Fürstbischöfe könne sich „die Qualität des abgelieferten Produktes sehen lassen“. Und so knüpfte er an den mitgebrachten Wein auch die Bedingung, dass Bischof Wiesemann nun im Gegenzug in Kirrweiler eine Messe abhalten müsse. Neben seinem ausdrücklichen Dank an alle Beteiligten, sagte Bischof Wiesemann zu, die geforderte Messe abzuhalten, allerdings „immer auch mit dem Gegenversprechen, dass dann alle da sind!".Der mitgereiste Kirrweiler Pfarrer Peter Nirmaier hob die große Bedeutung des Weines in der Bibel hervor: „Neben dem Wasser, so wissen wir es von unserem Herrn persönlich, wird es im Himmel Wein zu trinken geben“. Diese Ansicht teilte auch „Woibischof“ Georgens, der thematisch passende Dichtkunst zum Besten gab: „Drum lasst am Wein uns laben, den Noah schon geliebt, als eine dieser Gaben, die uns der Herrgott gibt“. Aus dem Publikum gab es keinen Widerspruch zu hören und so konnte der Kirrweiler Tropfen auf Wunsch umgehend von jedermann verkostet werden. In der geselligen Atmosphäre hatte das neugierige Publikum nun die Gelegenheit zur Begegnung mit den beiden Bischöfen und der Kirrweiler Delegation.

Über Kirrweiler und den Weinzehnt

Der Weinort Kirrweiler an der Südlichen Weinstraße war zu Feudalzeiten Oberamt und Sommerresidenz der Fürstbischöfe des alten Bistums Speyer. Auf Anregung von Bürgermeister Metzger wurde 2011 - anlässlich des 950-jährigen Domweihjubiläums - an die alte Tradition des „Weinzehnts“ neu angeknüpft, bei der dem bischöflichen Landesherrn der „Zehnte“ des Weinertrages abgeliefert werden musste. Der Weinzehnt ist eine Naturalabgabe auf die Weinernte im bischöflichen Weinberg in der Kirrweilerer Gemarkung „in den Legeläckern“. In früheren Jahrhunderten wurde der Weinzehnt im fürstbischöflichen Zehntkeller in Kirrweiler entrichtet, dort ausgebaut und anschließend nach Speyer gebracht. Heutzutage bringen die Kirrweilerer den trinkfertigen Wein direkt zu den Bischöfen nach Speyer.In diesem Jahr stammt der „Zehnt-Wein“, ein 2017er Grauburgunder Classic, welcher am 17. September 2017 mit dem Mostgewicht einer Spätlese gelesen wurde, aus dem Kirrweiler Weinhaus Ralph Anton. Die zweimal 146 Flaschen werden als Geschenk der Gemeinde Kirrweiler an die Speyerer Bischöfe übergeben. ps

„Drum lasst am Wein uns laben, den Noah schon geliebt, als eine dieser Gaben, die uns der Herrgott gibt.“
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Wochenblatt Speyer aus Speyer

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