Welle von Schockanrufen in der Südwestpfalz: Täter erbeuten gewaltige Summen
- Eine Welle von Schockanrufen hat die Südwestpfalz erfasst. In Waldfischbach kam es zu einer Geldübergabe, jetzt sucht die Kriminalpolizei nach Zeugen.
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Südwestpfalz. Am Mittwoch, 12. August, hat eine Welle von Schockanrufen die Südwestpfalz erfasst. Mindestens 15 Betrugsversuche in verschiedenen Gemeinden im gesamten Direktionsbereich Pirmasens wurden der Polizei gemeldet, wie die Polizeidirektion Pirmasens berichtet.
Die Täter gaben sich am Telefon als Ärzte oder Staatsanwälte aus und setzten ihre meist älteren Opfer massiv unter Druck. Sie behaupteten, ein naher Verwandter sei schwer verletzt, akut erkrankt oder habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um eine lebenswichtige Behandlung zu bezahlen oder eine Haftstrafe abzuwenden, sollten die Betroffenen sofort hohe Geldbeträge zahlen. In den meisten Fällen reagierten die Angerufenen besonnen, erkannten den Betrug und legten auf.
In Geiselberg und Waldfischbach hatten die Täter jedoch Erfolg. Die Opfer übergaben oder überwiesen Bargeld und wertvollen Schmuck. Der Schaden liegt in beiden Fällen jeweils im mittleren fünfstelligen Bereich. Besonders zu einer Übergabe in Waldfischbach sucht die Kriminalpolizei Zeugen: Dort erschien am Mittwochabend gegen 20 Uhr ein sogenannter Abholer an einer Wohnanschrift in der Hauptstraße.
Der Mann soll etwa 30 bis 35 Jahre alt, schlank und rund 185 Zentimeter groß gewesen sein. Er trug dunkle kurze Hosen. Wer im Bereich der Hauptstraße oder im Umfeld verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, soll sich mit der Kriminalpolizei Pirmasens telefonisch unter 0631 369-15099 oder per E-Mail an kipirmasens@polizei.rlp.de in Verbindung setzen.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |