12.500 Besucher beim Demokratiefest: Die Bilder des Wochenendes
- Der Marktplatz wurde während des Demokratiefestes zum Treffpunkt für Musik, Begegnungen und Austausch.
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Neustadt. Mit rund 12.500 Besuchern ist das Demokratiefest „1832. Das Fest der Demokratie“ am Wochenende erfolgreich zu Ende gegangen. Die Stadt Neustadt an der Weinstraße und die Stiftung Hambacher Schloss als Veranstalter ziehen gemeinsam mit der Stiftung „Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ als Kooperationspartner ein durchweg positives Fazit. Besonders hervorgehoben wurde der friedliche Verlauf der Veranstaltung, den auch die Polizei ausdrücklich bestätigte. Neben dem großen Besucherzuspruch sorgten auch zahlreiche prominente Gäste aus Politik und Gesellschaft für Aufmerksamkeit. Zudem blieb das Festwochenende von den im Vorfeld befürchteten Gewittern verschont.
Unter dem Motto „Freiheit pflanzen“ stand das Fest in diesem Jahr ganz im Zeichen von Austausch, Kultur und demokratischer Beteiligung. Die Leitidee knüpfte an die Landesgartenschau 2028 in Neustadt an. Demokratie, so die Botschaft, wachse nur dann, wenn sie gemeinsam gepflegt werde. Entsprechend vielfältig fiel das Programm aus. Besucher konnten sich unter anderem auf der Vereinsmeile informieren, den Tag der Kulturvereine erleben, an Treffpunktformaten teilnehmen oder Kindertheater und Schlossführungen besuchen.
- Die Familienangebote gehörten erneut zu den Publikumsmagneten des Demokratiefestes.
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Ein Höhepunkt des Festwochenendes war die Verleihung des „Hambacher Freiheitspreises 1832“ der Stadt Neustadt an der Weinstraße. Die Auszeichnung erhielt in diesem Jahr Professor Dr. Adam Bodnar, polnischer Verfassungsrechtler, Menschenrechtsaktivist und ehemaliger Justizminister. Die Laudatio auf dem Hambacher Schloss hielt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
- Professor Dr. Adam Bodnar erhielt beim Demokratiefest 2026 den „Hambacher Freiheitspreis 1832“ der Stadt Neustadt an der Weinstraße.
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Steinmeier erinnerte dabei an eine Begegnung mit Bodnar im Jahr 2018 in Warschau. Damals habe man gemeinsam mit Vertretern der Zivilgesellschaft über Rechtsstaatlichkeit, Bedrohungen der Demokratie und autoritäre Tendenzen in Europa gesprochen. Diese Themen prägten bis heute die Arbeit und das Leben Bodnars. Dessen Einsatz gegen Diskriminierung, Rassismus und Intoleranz verdiene Bewunderung, betonte der Bundespräsident.
Bodnar würdigte in seiner Dankesrede die polnische Zivilgesellschaft und die Rechtsgemeinschaft seines Landes. Die Auszeichnung verstehe er als Anerkennung für all jene, die für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Polen gekämpft hätten. Dieser Einsatz habe wesentlich dazu beigetragen, dass eine pro-demokratische und pro-europäische Koalition die Parlamentswahl 2023 gewinnen konnte. Die Ereignisse des Hambacher Festes von 1832 zeigten zudem eindrucksvoll, welche Kraft in einer engagierten Zivilgesellschaft und im gemeinsamen Einsatz für Grundwerte liege.
Auch der neue rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder nahm die historischen Bezüge des Festes auf. Die Menschen von 1832 hätten von einem vereinten Europa freier Völker geträumt. Heute sei Europa Realität, doch die freiheitliche Demokratie werde weiterhin von autoritären Kräften herausgefordert. Deshalb brauche es Menschen, die für demokratische Werte einstehen. Das gesellschaftliche Klima verlange nicht nach Lautstärke, sondern nach Haltung und dem ehrlichen Bemühen, Menschen zusammenzuführen, sagte Schnieder.
- Florian Hofmann nahm den Johann-Philipp-Abresch-Preis stellvertretend für den Verein Die Waldschatten entgegen.
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Neben dem Freiheitspreis wurde auch der lokale Johann-Philipp-Abresch-Preis verliehen. Die Auszeichnung ging an den Wald- und Wanderverein Die Waldschatten für dessen Engagement im Natur- und Umweltschutz. Vereinsvorsitzender Florian Hofmann nahm den Preis stellvertretend entgegen. Die Ehrung zeige, dass das Engagement des Vereins sichtbar sei und weit über das Wandern hinausgehe. Natur könne man nicht allein, sondern nur gemeinsam schützen, erklärte Hofmann.
Oberbürgermeister Marc Weigel zeigte sich mit dem Verlauf des Festes sehr zufrieden. „1832. Das Fest der Demokratie hat Neustadt erneut zu dem gemacht, was diese Stadt seit dem Hambacher Fest auszeichnet: zu einem Ort, an dem Geschichte nicht verwaltet, sondern weitergetragen wird“, sagte er. Das Wochenende habe deutlich gemacht, dass Demokratie Menschen verbinde – beim Diskutieren, Feiern, Zuhören und auch im respektvollen Streit um die besten Ideen für die Gesellschaft.
Gerade in Zeiten von Populismus, Polarisierung und gesellschaftlicher Verunsicherung sei das Fest ein wichtiges Zeichen für Zusammenhalt und demokratische Stärke gewesen. Weigel dankte allen Bürgern, Vereinen, Kulturschaffenden, Initiativen, Einsatzkräften und Ehrenamtlichen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hätten.
- Volle Plätze und viele Gespräche: Das Demokratiefest brachte Menschen in der Neustadter Innenstadt zusammen.
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Die Stadt Neustadt an der Weinstraße und die Stiftung Hambacher Schloss veranstalten „1832. Das Fest der Demokratie“ seit 2022 im zweijährigen Rhythmus. Der Termin rund um den 27. Mai erinnert an das Hambacher Fest von 1832. In diesem Jahr fand die Veranstaltung von Freitag, 29. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, statt.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |
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