Titeljagd der Adler Mannheim: Saisonauftakt gleich gegen zwei Topteams
- 2016 und 2017 Titelträger in der NHL: Mannheims Tom Kühnhackl (Archivbild)
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Mannheim. Für Eishockey-Fans in der Region beginnt die DEL-Saison der Adler Mannheim gleich mit zwei Gradmessern: Am Freitag, 18. September, spielt das Team beim EHC Red Bull München, am Sonntag, 20. September, kommt Meister Eisbären Berlin nach Mannheim.
Der frühere NHL-Profi Tom Kühnhackl spricht vor dem Start von einem „echten Schmankerl“. Das ganze Wochenende sei „gleich mal ein absoluter Härtetest“, sagte der Routinier der Deutschen Presse-Agentur. Für die Adler ist es der nächste Anlauf auf den ersten DEL-Titel seit 2019.
In der vergangenen Saison waren die Mannheimer nah dran. Erst in der Finalserie mussten sie sich den Eisbären Berlin geschlagen geben. Nun geht die Mannschaft um Kapitän Marc Michaelis mit hohen Erwartungen in die neue Spielzeit. Mehrere DEL-Trainer sehen die Adler im Favoritenkreis, in Mannheim selbst wird diese Rolle vorsichtig angenommen.
Neue Spieler sollen die Offensive stärken
Ein Grund für die Zuversicht ist der breit besetzte Kader. Michaelis lobt besonders die Neuzugänge Brooks Macek und Patrick Brown. Macek wisse „genau, wo das Tor steht“, sagte der Nationalspieler. Brown sei ein „unglaublich wichtiger Zwei-Wege-Mittelstürmer“, defensiv stabil und auch offensiv gefährlich.
Die Frühform passt zu den Ansprüchen. In der Champions Hockey League gewannen die Adler drei ihrer ersten vier Partien. Unter Trainer Dallas Eakins blieb die Vorbereitung auf dem Eis nach Angaben von Michaelis ähnlich intensiv wie in den Jahren zuvor. Abseits des Eises habe das Team aber weiter an Details gearbeitet, etwa bei Ernährung und Regeneration.
Der Druck in Mannheim bleibt hoch
Die Meisterschaftssehnsucht in Mannheim sei manchmal „mehr von außen hereingetragen“, sagt Michaelis. Dennoch ist der Anspruch im Club klar. Die Adler wollen jedes Jahr bis zum Ende um den Titel mitspielen. Für Michaelis als gebürtigen Mannheimer gilt das ebenso wie für Kühnhackl, der mit zwei Stanley-Cup-Siegen zu den erfahrensten Spielern im Kader gehört.
Kühnhackl gewann 2016 und 2017 mit den Pittsburgh Penguins die NHL. 2023 wurde er mit Skellefteå AIK Vizemeister in Schweden. In der vergangenen Saison verpasste er mit Mannheim nur knapp den DEL-Pokal. „Man spielt jede Saison, weil man gewinnen will“, sagte der 34-Jährige.
Kühnhackl will noch einmal ganz oben stehen
Im Sommer arbeitete Kühnhackl nach eigenen Angaben an Kraft und Ausdauer. Seine Rolle sieht er nicht nur auf dem Eis. Er wolle der Mannschaft auch in der Kabine oder im Bus helfen und als gutes Beispiel vorangehen.
Die besondere Eishockey-Euphorie in Mannheim ist für ihn ein zusätzlicher Antrieb. Wenn er beim Bäcker auf das Wochenende angesprochen werde, sei das „schon geil“, sagte Kühnhackl. Gelingt der Start gegen München und Berlin, dürfte die Vorfreude in der Region weiter wachsen. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |