Löwen verlieren Derby in Göppingen mit 28:29 – Als nächstes zweimal gegen Melsungen
- Löwe Edwin Aspenbäck versucht Göppingens Victor Klöve (Nr. 7) am Torwurf zu hindern.
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Von Andreas Martin
Handball. So richtig rund läuft es für die Rhein-Neckar Löwen in der Handball-Bundesligasaison 2026/2027 weiterhin nicht. Im Baden-Württemberg-Derby bei Frisch Auf Göppingen fehlte den Badenern allerdings auch das nötige Quäntchen Glück. So stand am Ende in Göppingen nach einem packenden Derby eine überaus schmerzhafte 28:29 (14:15)-Niederlage für die Gelbhemden zu Buche. Die Schlüsselszene des Spiels ereignete sich dabei 68 Sekunden vor Spielende, als die Löwen David Späth beim Stand von 28:27 für Göppingen zugunsten eines siebten Feldspielers aus dem Tor genommen hatten. Die Schwaben kamen nach einem gehaltenen Torwurf von Haukur Thrastarson in Ballbesitz und Gino Steenaerts hinderte Rutger ten Velde nah am Göppinger Kreis daran, aufs Löwen-Tor zu werfen. Dies werteten die Unparteiischen als Verhinderung einer Torchance und gaben Siebenmeter für Frisch Auf Göppingen! Dabei befand sich Späth schon auf dem Weg zurück ins Löwen-Tor und ten Velde ließ nicht eben die Absicht erkennen, tatsächlich aus der eigenen Hälfte zu einem Torwurf anzusetzen. Ten Velde trat selbst zum Siebenmeter an und überwand Späth zum letztlich entscheidenden 29:27 (59.) für Göppingen. Das Tor von Steenaerts zum 29:28 eine Sekunde vor Schluss konnte die dritte Saisonniederlage der Löwen denn auch nicht mehr verhindern.
Erst im DHB-Pokal und dann in der Liga gegen Melsungen
In der ersten Halbzeit wirkten die Gastgeber in diesem Derby zwar entschlossener, aber es gelang den Löwen trotzdem, das Spiel eng zu gestalten, was die Gelbhemden auch Torwart Späth zu verdanken hatten, der in diesem Derby insgesamt 13 Paraden ablieferte. So glich Marius Steinhauser mit einem Siebenmeter in der 23. Minute sogar zum 12:12 aus. Die 23. Minute sah allerdings auch einen Torwartwechsel bei Frisch Auf Göppingen. Für Kristian Saeveras kam der 22-jährige Julian Buchele ins Tor, eine Maßnahme, die sich für die Schwaben auszahlen sollte, denn nach seiner Einwechslung kam Buchele auf zwölf Paraden und avancierte bei den Gastgebern damit zum Matchwinner. Die Göppinger gingen nach dem 12:12 von Steinhauser durch die Tore von Oskar Neudeck und Frank Lastro mit 14:12 erneut in Führung. Jannik Kohlbacher verkürzte für die Löwen auf 14:13, aber Neudeck erhöhte wieder auf 15:13. In der Schlussminute von Halbzeit eins brachte Tim Nothdurft die Gelbhemden auf 15:14 heran und Späth sorgte dafür, dass es für die Badener nur mit dem knappen Ein-Tore-Rückstand in die Halbzeitpause ging. In den zweiten 30 Minuten sorgte ein Doppelschlag von Steenaerts dafür, dass die Löwen sogar erstmals mit 22:21 in Führung gingen. Das Spiel blieb eng und Victor Klöve konnte für Göppingen auf 25:25 stellen. Martin Hanne traf zum 26:25 für Göppingen, aber Jacob Lassen glich zum 26:26 aus. Danach trafen ten Velde und Neudeck für Frisch Auf und Lassen für die Löwen, womit es zum bereits besagten Spielstand von 28:27 für Göppingen kam. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Kohlbacher überstanden die Gelbhemden danach zwar unbeschadet, ließen aber die Chance zum 28:28 aus und so brachte der Siebenmeter von ten Velde die Entscheidung. Für die Rhein-Neckar Löwen steht nun als Nächstes der Doppelpack gegen die MT Melsungen an. So müssen die Badener am Dienstag, dem 22. September (19 Uhr), in der zweiten Runde des DHB-Pokals zunächst in der Kasseler Rothenbach-Halle bei den Nordhessen antreten, bevor man die Melsunger dann am Samstag, dem 26. September (20 Uhr), zum Handball-Bundesligaspiel in der Mannheimer SAP Arena empfängt. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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