Adler Mannheim: Heimsiege gegen Wolfsburg und München – Am Dienstag geht’s nach Iserlohn
- Marc Michaelis (rechts) trifft gegen Wolfsburg zum 2:0.
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Von Andreas Martin
Eishockey. Die Adler Mannheim hatten am Donnerstag den 42. Spieltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit einem 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)-Heimsieg gegen die Grizzlys Wolfsburg eröffnet. Update: Am Sonntag war die SAP Arena am 43. Spieltag auch Schauplatz des letzten Adler-Heimspiels vor der Olympiapause. Die zweitplatzierten Mannheimer konnten dabei den drittplatzierten EHC Red Bull München im DEL-Topspiel mit einem 4:3 (1:0, 0:0, 2:3, 0:0, 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen auf Distanz halten. Das Heimspiel gegen München fand im Rahmen des Familientages statt, und so verwunderte es nicht, dass diese Partie mit 13 600 Zuschauern bereits länger ausverkauft war. Die Adler gingen durch Brendan O’Donnell mit 1:0 (8.) in Führung. Im dritten Drittel drehten die Münchner die Begegnung zunächst mit drei Toren. Die Adler gaben sich aber nicht geschlagen und Matthias Plachta (56.) und Kris Bennett (58.) glichen zum 3:3 aus! Nach torloser Verlängerung war es schließlich O’Donnell, der den entscheidenden Penalty zum 4:3-Sieg versenkte, womit zwei Punkte in der Kurpfalz blieben und nur ein Zähler nach München wanderte. Ihr letztes Spiel vor der Olympiapause bestreiten die Adler am Dienstag (19.30 Uhr) bei den Iserlohn Roosters.
Die Adler und die Grizzlys lieferten sich vor den 10 707 Zuschauern in der SAP Arena ein enges Spiel. Die Adler-Fans machten dabei mit einem anfänglichen Stimmungsboykott und Transparenten deutlich, dass sie von Spielterminen am Donnerstagabend nichts halten und sich eine Abschaffung der Donnerstagsspiele in der DEL wünschen. Ein Wunsch ging am Donnerstag in Erfüllung, schließlich hatte es sich das Mannheimer Stadtprinzenpaar mit Prinzessin Nadine II. und Prinz Fabian I. nicht nehmen lassen, im Rahmen der Karnevalskampagne beim Eishockey vorbeizuschauen. Prinz Fabian I. wünschte sich dabei einen Adler-Sieg. Dieser Wunsch ging in Erfüllung, war allerdings ein hartes Stück Arbeit. „Wir haben heute zwei sehr starke Mannschaften in einem unterhaltsamen Eishockeyspiel gesehen. Dieses Spiel hatte Play-off-Charakter. Beide Mannschaften haben auf dem Eis um jeden Zentimeter gekämpft und standen in der Defensive sehr stark“, hatte Adler-Headcoach Dallas Eakins ein starkes Spiel von beiden Mannschaften und auch beiden Torhütern gesehen. So wusste Maximilian Franzreb im Adler-Tor ebenso zu überzeugen, wie auf Wolfsburger Seite Dustin Strahlmeier. Daran, dass die drei Punkte an diesem Abend in Mannheim blieben, hatte die Sturmreihe um Adler-Kapitän Marc Michaelis großen Anteil. Michaelis legte Alexander Ehl denn auch das Tor zum 1:0 (19.) auf und das 2:0 (39.) erzielte der Adler-Kapitän dann selbst.
Da Luis Schinko für die Niedersachsen noch auf 2:1 (48.) verkürzte, war der Treffer von Michaelis auch das Siegtor für die Adler. „Das Siegtor zu erzielen, fühlt sich natürlich gut an“, freute sich Michaelis. „Wir finden immer besser zusammen“, lobte der Adler-Kapitän aber auch seine beiden Reihenkollegen Alexander Ehl und Justin Schütz. Diese Reihe könnte es auch beim olympischen Eishockeyturnier in Mailand geben, schließlich wurden alle drei bekanntermaßen von Bundestrainer Harold Kreis ins DEB-Team berufen. Mit Torhüter Maximilian Franzreb und den beiden Verteidigern Leon Gawanke und Lukas Kälble steht ja sogar ein Adler-Sextett im Olympiateam des Deutschen Eishockey-Bundes. „Noch vor der Olympiapause wiederzukommen, ist gut. Training kann nun mal keine Spiele ersetzen“, freute sich indessen Adler-Stürmer Kristian Reichel nach überstandener Verletzung, gegen die Grizzlys endlich wieder auf dem Eis stehen zu können. Dafür hat es jedoch Kevin Bicker mit einer Beinverletzung schlimmer erwischt, die bereits erfolgreich operiert wurde. Der 20-jährige Stürmer wird den Adlern voraussichtlich rund zwölf Wochen fehlen. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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