Adler Mannheim: Ein Abend für Robo – Sieg nach Verlängerung in Bremerhaven und Niederlage gegen Straubing
- Denis Reul (links) entrollt sein Banner mit der ewigen Nummer 29.
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Von Andreas Martin
Eishockey. Der 25. Februar 2026 wird in der Geschichte des DEL-Clubs Adler Mannheim einen besonderen Platz einnehmen. Es war der Tag im Zeichen von Denis Reul, oder besser Robo, wie ihn alle jene nennen, die seinen unermüdlichen Einsatz für das Team bis heute zu schätzen wissen. Dieses hieß von 2009 bis 2024 Adler Mannheim. Reuls Nummer 29 fand ihren Platz unter dem Hallendach der SAP Arena und wird bei den Adlern nicht mehr vergeben. Zu Ehren Reuls, der im August 2025 nach seiner letzten Station als Spieler der Augsburger Panther seine Karriere beendet hatte, waren auch sechs ehemalige Adler-Spieler gekommen, denen die höchste Ehre des Clubs schon zuteilgeworden war. So hingen die Nummern von Harold Kreis, Marcus Kink, René Corbet, Stéphane Richer, Christoph Ullmann und Ronny Arendt bereits unter dem Hallendach, zu denen sich nun die Nummer 29 von Reul gesellte. „Er war immer jemand, auf den man sich verlassen konnte“, erinnerte Adler-Geschäftsführer Matthias Binder dabei auch daran, dass es Reul war, der in der schweren Phase der Corona-Pandemie großen Anteil daran hatte, das Team der Blau-Weiß-Roten zusammenzuhalten, dessen Kapitän er auch in seinen letzten drei Spielzeiten in Mannheim war. Der zweite Laudator kam von Seiten der Augsburger Panther. Dort ist Dennis Endras Torwarttrainer, der in Mannheim mit Reul zweimal Deutscher Meister wurde. Endras lobte den Verteidiger, den Teamkollegen, aber auch den Freund und Menschen Denis Reul, waren beide in Mannheim doch auch zehn Jahre Nachbarn.
Einer, der einen sehr großen Teil von Reuls Karriere mitgegangen ist, trägt heute noch das Trikot der Adler Mannheim.„Er hat es absolut verdient und die Zeremonie vor dem Spiel hat einen schon sehr berührt“, bekannte Matthias Plachta, dass es gar nicht so einfach war, nach der Bannerzeremonie die Aufmerksamkeit auf das DEL-Spiel gegen die Augsburger Panther zu lenken. Youngster Max Penkin stand dabei, im Gegensatz zum letzten Testspiel in der Schweiz, nicht in der Mannheimer Aufstellung. Den Namen Penkin wird man künftig nicht mehr vernehmen, hat sich der 16-Jährige doch entschlossen, den Nachnamen Calce anzunehmen, der als Max Calce seinen Vertrag bei den Adlern für die Saison 2026/2027 verlängert hat. Das einzige, was an diesem besonderen Abend nicht ganz ins Bild passte, war die 3:4-Niederlage nach Verlängerung, und das, obwohl Adler-Kapitän Marc Michaelis seine Farben in der 55. Minute mit 3:2 in Führung gebracht hatte, nachdem zuvor schon Zach Solow mit dem 1:0 und Alexander Ehl mit dem 2:1 für eine Mannheimer Führung gesorgt hatten. „Wir haben einige Chancen ausgelassen und müssen die richtigen Schlüsse daraus ziehen“, wusste Michaelis, dass sich nach dem nur einen Punkt gegen Augsburg die nächste Gelegenheit, es besser zu machen, schon am Freitagabend in Bremerhaven bot. Diese Gelegenheit nutzten die Adler, die durch Brendan O’Donnell bei den Pinguins Bremerhaven zunächst zum 1:1-Ausgleich (38.) kamen. In der Verlängerung ließ Zach Solow, beim Debüt von William Worge Kreü im Adler-Trikot, den Siegtreffer zum 2:1 (63.) folgen und sicherte zumindest zwei Punkte. Während Justin Schütz schon beim 4:2-Testspielsieg in Langnau (Schweiz) wieder mitwirkte, stießen mit Michaelis, Ehl, Maximilian Franzreb, Leon Gawanke und Lukas Kälble die übrigen fünf Olympiateilnehmer erst am 23. Februar wieder zu den Adlern. „Das hatte ich den Spielern freigestellt“, berichtete Adler-Cheftrainer und -Sportmanager Dallas Eakins. Update: Am Sonntag mussten sich die Adler in der SAP Arena den Straubing Tigers mit 2:3 geschlagen geben. Die Powerplaytore von Schütz und Solow reichten nicht, um zu punkten. Bereits am Mittwoch (19.30 Uhr) haben die Adler die Löwen Frankfurt und am Freitag (19.30 Uhr) Tabellenführer Köln in der SAP Arena zu Gast. Am kommenden Sonntag (16.30 Uhr/live auf DF1) tritt man in Ingolstadt an. Nach William Worge Kreü haben die Adler mit Alexander Ruuttu einen weiteren Spieler vom finnischen Club Jukkurit Mikkeli verpflichtet. Der 33-jährige Stürmer Alexander Ruuttu ist der Sohn der bekannten finnischen NHL-Legende Christian Ruuttu und besitzt neben der finnischen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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