Adler Mannheim: Die Eisbären Berlin gewinnen Spiel fünf in Mannheim und sind wieder Meister!
- Enttäuschte Adler-Spieler nach der verlorenen DEL-Finalserie gegen Berlin.
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Von Andreas Martin
Eishockey. In der DEL-Play-off-Finalserie „Best of seven“ hatten die Adler Mannheim am Dienstagabend gegen die Eisbären Berlin auch Spiel drei mit 1:5 (1:1, 0:2, 0:2) verloren und standen mit drei Niederlagen vor Spiel vier der Finalserie am Donnerstagabend mit dem Rücken zur Wand, fehlte den Eisbären doch nur noch ein Sieg zur erfolgreichen Titelverteidigung. Diesen vierten Berliner Sieg konnten die Adler am Donnerstag noch verhindern, denn in der zweiten Verlängerung ließ Luke Esposito mit seinem Siegtor zum 4:3 (84.) die Kurpfälzer den ersten Sieg in dieser Finalserie bejubeln, die beim Stand von 3:1-Siegen für Berlin am Sonntag in ein fünftes Spiel in der Mannheimer SAP Arena ging. Update: In Spiel fünf vor den 13 600 Zuschauern in der ausverkauften SAP Arena, inklusive Herren-Bundestrainer Harold Kreis, dessen Team am 10. Mai (17 Uhr/kostenfrei auf MagentaSport) in der SAP Arena das letzte Vorbereitungsspiel auf die Eishockey-WM in der Schweiz (15. bis 31. Mai) gegen den Olympiasieger und Weltmeister USA bestreitet, verloren die Adler Mannheim gegen die Eisbären Berlin mit 1:4 (0:1, 0:1, 1:2). Damit holten sich die Eisbären mit 4:1-Siegen ihren 12. deutschen Meistertitel. Die Berliner gingen Ende des ersten Drittels durch Ty Ronning mit 1:0 (20.) in Führung. Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts musste Johann Mattsson im Adler-Tor früh hinter sich greifen, der in Spiel vier mit seinen Paraden großen Anteil am Adler-Sieg hatte. Liam Kirk erhöhte für die Eisbären auf 2:0 (22.). Im dritten Drittel war es wiederum Ronning, der für die Gäste auf 3:0 (44.) stellte. Die Adler hatten einige Pfostentreffer in dieser Partie und auch ein Penalty-Schuss von Luke Esposito fand nicht den Weg am Berliner Torwart Jonas Stettmer vorbei (55.). Stattdessen traf Eric Mik zum 0:4 (58.) ins leere Adler-Tor. Den Adlern gelang bei Sechs gegen Vier allerdings durch Kapitän Marc Michaelis noch der Ehrentreffer zum 1:4 (59.). „Es tut jetzt schon sehr weh. Wir wollten unsere Fans, unseren Eigentümer Daniel Hopp und natürlich auch die Mannschaft belohnen“, machte Adler-Cheftrainer Dallas Eakins aus der Enttäuschung über die verlorene Finalserie keinen Hehl. „Die Jungs haben alles reingehängt, heute haben wir viermal den Pfosten getroffen“, wusste Adler-Kapitän Marc Michaelis, dass auch das Glück in dieser Finalserie nicht auf Mannheimer Seite lag. Dass die Adler-Fans trotzdem stolz auf ihr Vizemeisterteam sind, war Michaelis allerdings nicht entgangen. „Es war als gebürtiger Mannheimer schon etwas Besonderes, mit den Adlern in der Finalserie zu stehen. Trotzdem bleibt es mein Traum, mit den Adlern Deutscher Meister zu werden“, empfand Michaelis die Erfahrung der verlorenen DEL-Finalserie als Ansporn für die kommende Eishockeysaison.
Esposito sorgte mit Treffer in der zweiten Verlängerung für Spiel fünf
Nachdem Lester Lancaster (23.) und Liam Kirk (28.) die Berliner mit 2:0 in Führung gebracht hatten, gelang es Nick Mattinen, für die Adler auf 2:1 (32.) zu verkürzen. Als Markus Vikingstad für die Eisbären auf 3:1 (47.) stellte, begannen die Berliner Fans schon den zwölften Titelgewinn zu feiern. Zu früh, denn Zach Solow (53.) und Alexander Ehl (57.) glichen für die Adler zum 3:3 aus. Nick Mattinen beförderte den Puck gegen Ende des dritten Drittels sogar nochmal ins Berliner Tor, aber das war kurz nach der Sirene und so zählte dieser Treffer nicht (60.). In der ersten Verlängerung sollte der entscheidende Treffer nicht fallen, aber in der zweiten Verlängerung traf Luke Esposito dann zum besagten 4:3 (84.) für die Adler und beendete damit Spiel vier mit einem Adler-Sieg! „Wir liegen in einem Eliminationsspiel im dritten Drittel mit 1:3 hinten, aber wir waren noch nicht bereit, die Saison zu beenden. Jeder hat sich hineingehängt, wir haben die Verlängerung erzwungen und am Ende dann die Belohnung dafür bekommen“, kommentierte Siegtorschütze Esposito die gelungene Aufholjagd.
In Spiel drei zu viele Gedanken gemacht
„Wenn du in den Play-offs mit 0:2-Siegen hintenliegst, dann weißt du, dass du Spiel drei nicht verlieren solltest, weil es dann in der Serie 0:3 steht und es enorm schwer wird. Darüber hat sich die Mannschaft zu viele Gedanken gemacht. Du solltest nicht daran denken, was morgen ist oder was gestern war. Am Donnerstag müssen wir sehen, dass wir in Spiel vier in Berlin wieder befreiter aufspielen, als wir es heute getan haben“, war Adler-Cheftrainer Dallas Eakins klar, dass die Blau-Weiß-Roten nun faktisch nichts mehr zu verlieren haben. „Vielleicht wollen wir es einfach zu sehr. Sie machen die Chancen rein und wir nicht“, sah auch Adler-Stürmer Tom Kühnhackl, dass sich die Kurpfälzer selbst vielleicht zu sehr unter Druck setzen. „Am Donnerstag ist das jetzt für uns ein `Best of one`. Da gilt es nicht mehr, Energie für ein mögliches Spiel fünf aufzusparen, sondern frei aufzuspielen“, wusste Kühnhackl, dass die volle Konzentration jetzt einzig Spiel vier am Donnerstag in Berlin gelten musste. Vor den 13 600 Zuschauern in der ausverkauften Mannheimer SAP Arena waren gerade einmal 21 Sekunden gespielt, da ließ sich Eisbären-Kapitän Kai Wissmann zu einem Check gegen den Kopf- und Nackenbereich von Adler-Stürmer Maximilian Heim hinreißen. Heim setzte am Dienstag die Partie zunächst fort, konnte aber dann doch nicht mehr weiterspielen. Wie die Adler vermelden, fällt Heim bis auf Weiteres aus, weil er sich eine Gehirnerschütterung zugezogen hat. Wissmann, der schon in Spiel eins nach einem Bandencheck gegen Adler-Verteidiger Leon Gawanke negativ aufgefallen war, kassierte hier nach Ansicht der Videobilder durch die Schiedsrichter erneut eine Fünfminutenstrafe plus eine Spieldauerdisziplinarstrafe (1.). Diesen Vorgang musste sich jetzt erneut die DEL-Disziplinarkommission betrachten, die nach dem Vergehen von Wissmann in Spiel eins von einer Spielsperre abgesehen hatte. Nach dem Vergehen gegen Heim verhängte die DEL-Disziplinarkommission nun drei Spiele Sperre gegen Wissmann. Dan Renouf wanderte allerdings auch für zwei Minuten auf die Strafbank, weil er nach Meinung der Unparteiischen etwas zu sehr die Fäuste sprechen ließ (1.). Nach dem Ablauf von Renoufs Strafe spielten die Adler in Überzahl und Kapitän Marc Michaelis ließ die Adler-Fans das 1:0 (3.) bejubeln. Die Adler ließen allerdings auch eine Breakchance für Liam Kirk zu, der in Unterzahl an Maximilian Franzreb im Mannheimer Tor scheiterte (4.). Noch in Überzahl konnte Matthias Plachta Eisbären-Torwart Jonas Stettmer nicht überwinden (5.). Die Berliner kamen aber zum Ausgleich, als Eric Mik zum 1:1 (11.) in die kurze Ecke des Mannheimer Tores traf. Tom Kühnhackl gelang es, den Puck ins Tor der Eisbären zu bringen, aber sein Treffer zählte nicht, weil die Schiedsrichter eine Torhüterbehinderung gesehen hatten und bei dieser auch nach Ansicht des Videobeweises blieben (15.). Im zweiten Drittel spielte der Titelverteidiger dann die Adler in deren Verteidigungsdrittel fest. Liam Kirk zog ab und Lester Lancaster fälschte den Puck zum 2:1 (25.) für die Eisbären ins Tor ab. Die Adler konnten aus einer Überzahlsituation kein Kapital schlagen, als Moritz Kretzschmar auf der Strafbank brummte, denn John Gilmour scheiterte mit seinem Schlagschuss an Jonas Stettmer (30.). In der 34. Minute erging es auch Matthias Plachta nicht besser, als er am Eisbären-Goalie nicht vorbeikam. Stattdessen erhöhte wiederum Mik auf 3:1 (39.) für die Eisbären. Mik war es auch, der im Schlussabschnitt mit seinem dritten Tor auf 4:1 (51.) für die Berliner stellte. Nur 28 Sekunden später erhöhte Liam Kirk für den Titelverteidiger auf 5:1 (52.). va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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