Adler Mannheim: Denis Reul verkündet sein Karriereende
- Denis Reul, der zuletzt in Augsburg spielte (hier im Adler-Trikot), beendet seine beeindruckende Spielerkarriere.
- Foto: Adler Mannheim / Daniel Bamberger
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Von Andreas Martin
Eishockey. Am Sonntag gab mit Denis Reul ein ganz Großer im deutschen Eishockey sein Karriereende bekannt, der zuletzt in der DEL zwar das Trikot der Augsburger Panther trug, aber davor zwanzig Jahre der Organisation der Adler Mannheim angehörte. Im Alter von 15 Jahren kam der im fränkischen Marktredwitz geborene Verteidiger nach Mannheim und schloss sich dort der U18 der Jungadler Mannheim in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) an. Es folgten zwei Stationen in Nordamerika, wo er für die Lewiston MAINEiacs in der QMJHL und die Providence Bruins in der AHL spielte. 2009 streifte Reul dann in der DEL das Trikot der Adler Mannheim über, das er bis zur Saison 2023/2024 trug. In seinen letzten drei DEL-Spielzeiten führte Denis Reul die Adler Mannheim auch als Kapitän an, und auch bei seiner nun letzten Spielerstation bei den Augsburger Panthern trug er in der Saison 2024/2025 das „C“ auf der Brust. Der 36-Jährige, der den Adler-Fans besser unter seinem Spitznamen „Robo“ bekannt ist, hat in seiner Zeit in Mannheim mit den Adlern nicht nur zweimal die deutsche Eishockeymeisterschaft gewonnen. Er hat auch wegen seiner Art tiefe Spuren in der Kurpfalz hinterlassen und zählt bis heute zu den ganz großen Lieblingen der Fans. „Ich bin meiner Familie, meinen Freunden, dem Verein und allen, die dazu gehören, der Familie Hopp, unseren unglaublichen Fans und der ganzen Stadt Mannheim von Herzen dankbar. Die vielen tollen Jahre hier und die Unterstützung, die ich immer bekommen habe, bedeuten mir unendlich viel. Ich blicke auf eine lange, erfüllende Karriere zurück und bin so dankbar, dass ich einen so großen Teil davon hier verbringen durfte. Deshalb war es für mich ganz klar, dass ich das Ende meiner Karriere gemeinsam mit den Adler Mannheim verkünden möchte“, war es für Denis Reul denn auch keine Frage, wo sein Karriereende bekanntgegeben wird. Zu Ehren Reuls wird die Rückenummer 29 bei den Adlern nicht mehr vergeben.
Zweimal erst nach Verlängerung geschlagen
Das aktuelle Adler-Team hat zuletzt bei den Herisau Ice Hockey Classics seine Form getestet. Beim Blitzturnier in der Schweiz musste sich das Team von Adler-Cheftrainer Dallas Eakins dabei zweimal erst nach Verlängerung geschlagen geben. Gegen den HC Davos hatten Kristian Reichel (1.) und Zach Solow (17.) nach dem ersten Drittel für eine 2:0-Führung gesorgt. Im zweiten Abschnitt erzielte Youngster Max Penkin mit dem 3:1 (29.) seinen ersten Treffer für die Adler, aber die Davoser glichen noch im zweiten Drittel zum 3:3 aus. Das dritte Drittel brachte keine Tore und so ging es in die Verlängerung, in der Adam Tambellini in doppelter Überzahl für den HCD zum 4:3-Sieg (64.) traf. Auch gegen den zweiten Vertreter aus der Schweizer National League mussten sich die Adler einen Tag später geschlagen geben, denn auch gegen den HC Ambri-Piotta unterlag man nach Verlängerung mit 3:4. Maximilian Heim traf für die Adler zum 1:0 (1.) und 2:3 (32.). Luke Esposito gelang im dritten Abschnitt der 3:3-Ausgleich (53.). In der Overtime ließ Manix Landry Ambri dann das 4:3 (61.) bejubeln. Der Turniersieg ging letztlich an den HC Davos, der im letzten Turnierspiel Ambri mit 5:3 bezwang. Vor dem DEL-Start am 12. September (19.30 Uhr/SAP Arena) mit dem Heimspiel gegen die Straubing Tigers, bestreiten die Adler am 29. August um 19 Uhr in der Emmental Versicherung Arena bei den SC Langnau Tigers noch ein weiteres Vorbereitungsspiel in der Schweiz. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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