Adler Mannheim: Auf Platz zwei in die Olympia-Pause – Fraser, Vehanen und Bennett verlängern
- Adler-Torhüter Johan Mattsson packt sich in Iserlohn den Puck.
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Von Andreas Martin
Eishockey. Mit einem 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)-Sieg bei den Iserlohn Roosters haben sich die Adler Mannheim in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf Platz zwei in die jetzt anstehende Olympia-Pause verabschiedet. Wegen des Männer-Eishockeyturniers bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo, das vom 11. bis 22. Februar in Mailand ausgetragen wird, ruht in der DEL der Ligaspielbetrieb. Erst am Mittwoch, dem 25. Februar (19.30 Uhr), haben die Adler Mannheim die Augsburger Panther in der SAP Arena zu Gast, wenn die DEL ihren Spielbetrieb fortsetzt. In Iserlohn erwischten die Adler einen Blitzstart ins Spiel, als Anthony Greco ein Zuspiel von Zach Solow nach gerade einmal 94 gespielten Sekunden zum 1:0 (2.) verwertete. „Das gab uns einen guten Start und ein gutes Momentum. Zach hat den Puck erobert und dann einen guten Pass gespielt“, lobte Torschütze Greco seinen Mitspieler für dessen Torvorbereitung. Eine torreiche Begegnung sollten die 4476 Zuschauer in der Eissporthalle am Seilersee aber trotz dieses frühen Adler-Tores nicht zu sehen bekommen. Dabei hatte Johan Mattsson im Adler-Tor allerdings auch das Glück des Tüchtigen, als der ehemalige Jungadler Julian Napravnik für die Sauerländer nur den linken Torpfosten traf (5.). Mattsson entschied dann ein weiteres Duell gegen Napravnik mit einer Parade für sich (15.). Im zweiten Drittel verweigerte der Adler-Goalie bei einem Überzahlspiel der Roosters Tyler Boland gleich zweimal den Ausgleich (25.). Auf der anderen Seite ließ Kris Bennett das mögliche 2:0 für die Mannheimer liegen, als er Hendrik Hane im Tor der Sauerländer nicht bezwingen konnte (32.). Dies sollte sich zunächst rächen, als ausgerechnet der ehemalige Adler-Spieler Taro Jentzsch im Nachschuss zum 1:1 (33.) für die Hausherren traf. Zu Beginn des Schlussdrittels gingen die Adler allerdings wieder in Führung, als Kristian Reichel seinen Schläger in den Schuss von Teamkollege Dan Renouf hinein hielt und so unhaltbar für Hane zum 2:1 (43.) für die Blau-Weiß-Roten ins Tor der Sauerländer abfälschte. Zwar versuchten die Iserlohner noch zum Ausgleich zu kommen, aber Mattsson im Adler-Tor ließ sich kein weiteres Mal überwinden, auch nicht, als die Roosters zweieinhalb Minuten vor Spielende Hane zugunsten eines sechsten Angreifers aus ihrem Tor holten. „Es war nicht unser bestes Spiel in dieser Saison, aber die Jungs haben bis zum Ende weitergemacht und das zweite Tor erzielt. Das zeigt eine Menge Charakter“, befand Adler-Torhüter Mattsson nach dem Sieg in Iserlohn, zu dem er selbst 25 Paraden beisteuerte. „Ich bin stolz, dass unsere Spieler in diesem Spiel das Frustrationslevel nicht zu hoch haben werden lassen und geduldig weitergespielt haben“, hatte Adler-Cheftrainer Dallas Eakins starke Iserlohner gesehen, die es zu knacken galt. Update: Wie die Adler Mannheim vermeldet haben, wurden die Verträge mit Co-Trainer Curt Fraser, Torwarttrainer Petri Vehanen und Stürmer Kris Bennett dieser Tage verlängert. Die Adler werden zudem in der Olympia-Pause zwei Testspiele in der Schweiz bestreiten. Am 19. Februar (19 Uhr) trifft man in Porrentruy auf den HC Ajoie und am 21. Februar (17 Uhr) ist man in Langnau bei den SCL Tigers zu Gast. Für die Begegnung in Porrentruy gibt es bereits Tickets. Die Begegnung in Langnau ist kostenfrei zugänglich. In Abhängigkeit von den technischen Gegebenheiten versuchen die Adler zudem von beiden Spielen einen kostenlosen Livestream über ihren Twitch-Kanal anzubieten.
Von den Adlern Mannheim geht es für Torhüter Maximilian Franzreb, die Verteidiger Lukas Kälble und Leon Gawanke und die Stürmer Marc Michaelis, Justin Schütz und Alexander Ehl, die von Herren-Bundestrainer Harold Kreis in den Olympiakader des DEB-Teams berufen wurden, jetzt beim Olympia-Camp in Bozen (Italien) zur Sache. Dort steht am 4. Februar (19.30 Uhr/Magenta Sport) noch ein Testspiel gegen Olympiagastgeber Italien an. Dieses Spiel wird noch ohne die deutschen NHL-Stars steigen, die erst danach zum DEB-Team dazustoßen. Beim Olympischen Eishockeyturnier bekommen es die deutschen Männer in der Vorrundengruppe C am 12. Februar (21.10 Uhr) mit Dänemark, am 14. Februar (12.10 Uhr) mit Lettland und am 15. Februar (21.10 Uhr) mit den USA zu tun. Deutlich früher wird es bei Olympia für die deutschen Frauen ernst. Die DEB-Damen mit Tara Schmitz (Mad Dogs Mannheim) beginnen das Olympische Fraueneishockey-Turnier (5. bis 19. Februar) in der Vorrundengruppe B bereits am 5. Februar mit einem Spiel gegen Schweden (12.10 Uhr/live im ZDF). Weitere Vorrundengegner sind Japan (7. Februar, 12.10 Uhr), Frankreich (9. Februar, 16.40 Uhr) und Olympiagastgeber Italien (10. Februar, 16.40 Uhr). va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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