Rauchen erhöht Depressionsrisiko – Studie bestätigt Zusammenhang
- Rauch-Stopp Symbolbild
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Mannheim. Ein Forschungsteam des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim hat erstmals innerhalb der NAKO Gesundheitsstudie den Zusammenhang zwischen Zigarettenkonsum und Depressionen bestätigt. Ausgewertet wurden Daten von 173.890 Erwachsenen (50 Prozent Frauen). Das Ergebnis: Aktuelle und ehemalige Raucherinnen und Raucher berichten häufiger über Depressionen als Nie-Rauchende – besonders ausgeprägt bei 40- bis 59-Jährigen. Zudem zeigte sich eine dosisabhängige Wirkung: Je mehr Zigaretten pro Tag konsumiert wurden, desto stärker fielen depressive Symptome aus. Ein späterer Rauchbeginn war mit einem späteren Auftreten der ersten Depression verbunden.
Positiv: Ein längerer Zeitraum seit dem Rauchstopp korrelierte mit besseren Depressionswerten und einem größeren zeitlichen Abstand zur letzten depressiven Episode. Die Studie macht deutlich, wie wichtig Prävention und Entwöhnung sind – beides trägt nicht nur zur körperlichen, sondern auch zur psychischen Gesundheit bei.
Über die NAKO Gesundheitsstudie
Die NAKO Gesundheitsstudie ist Deutschlands größte Langzeit-Bevölkerungsstudie. Seit 2014 werden in 18 Zentren über 200.000 zufällig ausgewählte Menschen (Startalter 20 bis 69 Jahre) medizinisch untersucht und zu ihren Lebensgewohnheiten befragt.
Als prospektive Kohortenstudie begleitet sie die Teilnehmenden über viele Jahre, um Häufigkeit und Ursachen von Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen zu erforschen, Risikofaktoren zu identifizieren und Möglichkeiten zur Vorbeugung sowie Früherkennung zu entwickeln. red/bas
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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