Protestaktion legt Hafenkran in Mannheim zeitweise lahm
- Der als Löwenzahn verkleidete Aktivist kettete sich an den Hauptschalter, um auf die Umweltzerstörung der Betonproduktion hinzuweisen.
- Foto: End Cement
- hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl
Mannheim. Ein Aktivist der Gruppe „End Cement“ hat am Freitagmorgen, 17. April, den Entladekran des Unternehmens Heidelberg Materials im Mannheimer Hafen vorübergehend außer Betrieb gesetzt. Nach Angaben der Gruppe kettete sich der Mann an den Hauptschalter der Anlage, wodurch der Betrieb zeitweise unterbrochen wurde.
Mit der Aktion kritisierte die Gruppe die aus ihrer Sicht negativen Umwelt‑ und Klimafolgen der Zement‑ und Betonproduktion. Der Aktivist erklärte, Ziel sei es gewesen, auf den Beitrag der Branche zur Klimakrise aufmerksam zu machen und eine Reduzierung der Betonproduktion zu fordern. Zudem verwiesen die Aktivistinnen und Aktivisten auf ökologische und soziale Folgen des Rohstoffabbaus, unter anderem auf Eingriffe in Landschaften und Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner.
Nach Darstellung der Gruppe stehe die Aktion auch im Zusammenhang mit internationalen Abbaustätten, bei denen es zu Konflikten mit der lokalen Bevölkerung komme. Der Aktivist trat verkleidet als Löwenzahn auf, was nach eigenen Angaben symbolisch für die Natur stehen sollte.
Die Gruppe „End Cement“ ist in den vergangenen Jahren wiederholt mit Protestaktionen gegen den Heidelberger Baustoffkonzern in Erscheinung getreten. Bereits am Vortag hatten Aktivisten nach eigenen Angaben ein Zementwerk in Leimen blockiert sowie ein Betonwerk in Eppelheim besetzt.
Für Samstag, 18. April, kündigte die Gruppe eine Demonstration unter dem Motto „Grau statt Grün“ am Theater Heidelberg an. Zudem findet nach Angaben der Aktivisten bis 20. April ein Protestcamp in der Nähe der Unternehmenszentrale von Heidelberg Materials statt.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Mannheim |
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