Mannheimerin trommelt für Rush: Comeback mit Anika Nilles
- Die deutsche Schlagzeugerin Anika Nilles (Mitte) trommelt für Rush
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Mannheim. Die Kultband Rush kehrt nach über einem Jahrzehnt auf die Bühne zurück – und eine Mannheimerin spielt dabei eine zentrale Rolle. Die renommierte Schlagzeugerin Anika Nilles wird die kanadischen Rockikonen auf ihrer Europa-Tournee begleiten. Nach dem Tod von Schlagzeuger Neil Peart im Jahr 2020 schien das Ende der Band besiegelt. Doch mit dem Segen von Pearts Familie wagen Geddy Lee und Alex Lifeson nun ein Comeback.
Eine Mannheimerin übernimmt die Drums
Die 42-jährige Anika Nilles, die in Mannheim lebt, wurde von Lees Basstechniker empfohlen und überzeugte die Band bei Proben in Kanada. „Neil ist einfach ein Teil dieser Musik, das kann man nicht ausblenden. Es geht darum, mit Respekt und Feingefühl an die Sache heranzugehen“, erklärt Nilles. Die Schlagzeugerin, die durch ihre Drum-Videos wie „Wild Boy“ international bekannt wurde, tritt in große Fußstapfen, doch ihre Leidenschaft und ihr Können begeistern die Band. „Ich sehe in ihren Augen dasselbe, was man bei Neil sehen konnte, wenn er über Schlagzeug sprach“, schwärmt Gitarrist Lifeson.
Konzerte in Deutschland geplant
Die „Fifty Something“-Tour startet im Juni in Los Angeles und führt Rush im Februar und März 2027 nach Deutschland. Geplant sind Auftritte in Berlin, München, Köln, Hamburg und Stuttgart. Für die Band ist es das erste Europa-Konzert seit 13 Jahren. „Es war mir wichtig, dass Europa Teil der Tour ist“, betont Lee. Klassiker wie „Tom Sawyer“ und „Subdivisions“ werden sicher auf der Setlist stehen.
Emotionale Rückkehr
Die Rückkehr auf die Bühne ist für Rush nicht nur musikalisch, sondern auch emotional bedeutsam. „Wir kommen in den Proberaum, und unsere langjährigen Crew-Mitglieder haben Tränen in den Augen. Sie hören, wie die Musik wieder zum Leben erwacht“, erzählt Lee. Auch die Fans zeigen sich begeistert: Erste Reaktionen im Internet loben die Wahl von Anika Nilles und die Rückkehr der Band. Unterstützt wird das Duo auf der Bühne zudem von Keyboarder Loren Gold (The Who). dpa
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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