Unter Hochspannung
Die Mannheimer Philharmoniker glänzen mit einer halbszenischen Tosca
Der Vorhang ist noch geschlossen, das Orchester stimmt sich ein. Dann setzt Boian Videnoff an, und Puccinis drei eröffnende Akkorde stehen sofort mit jener schroffen Endgültigkeit im Raum, die bereits das ganze Drama enthält. Videnoff nimmt die Partitur pointiert, zügig, mitunter bis an die Grenze des Zumutbaren, doch sein Dirigat verliert dabei weder Übersicht noch Binnenzeichnung. Die rhythmischen Konturen bleiben scharf, die Übergänge sind präzise organisiert, selbst unter hohem dramatischem...