Denk jetzt nicht an Zitrone!
- Teenager Symbolbild
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Mannheim. Der Januar bringt eine Uraufführung, die erzählerisch und ästhetisch weit über klassisches Theater für junges Publikum hinausgeht. Das Stück verbindet künstlerische Audiodeskription, multisensorische Erzählformen und eine enge Zusammenarbeit mit sehbehinderten Kindern und Jugendlichen. Es entsteht ein Abend, der Erinnerung, Wahrnehmung und gemeinsames Erleben neu verhandelt und dabei einen ungewöhnlich offenen Blick auf die Vielfalt von Geschichten ermöglicht. Premiere ist am Samstag, 17. Januar, 16 Uhr, im Saal Junges NTM.
"Woran denkst du, wenn du an eine Zitrone denkst? Eine erfrischende Sommerlimonade im Park, euer Putzmittel fürs Badezimmer oder die Silvesterparty deiner Schwester? Welche Gedanken und Erinnerungen wachen in dir auf?"
In "Denk jetzt nicht an Zitrone!" ist das Publikum ab 11 Jahren in einen Raum voller Erinnerungen, in ein geteiltes Gedächtnis eingeladen. Gemeinsam wird in eine Sammlung aus Geschichten eingetaucht: hören, fühlen, schmecken und riechen, darin herumwühlen, manches aussortieren, weitergeben, durcheinanderwerfen, zusammenpuzzeln, aufräumen und manches verschenken.
Dieses Theaterstück wird entwickelt ausgehend von einer gemeinsamen Recherche mit sehbehinderten Kindern und Jugendlichen zu Erzählstrategien für Theater für junges Publikum; unter Einbezug aller Sinne und künstlerischer Hörbeschreibungen. Es entsteht eine Theatererfahrung, in der es das Publikum als Gemeinschaft im Raum braucht, in der jede und jeder der eigenen Wahrnehmung vertrauen kann und in der durch Klänge, Gerüche und Gegenstände immer neue Geschichten entstehen.
Künstlerische Leitung sind Naomi Sanfo-Ansorge, sehbehinderte Performerin, Tanzpädagogin und Dramaturgin für künstlerische Audiodeskription und die Regisseurin Lara Kaiser, die am JNTM schon "Der Verschollene" und "Schaum ich an" inszeniert hat. red
Autor:Kristin Hätterich aus Mannheim |
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