Der Arbeitsmarkt im Juli 2019 in Ludwigshafen
Minimaler Anstieg der Arbeitslosigkeit – 1.062 unbesetzte Lehrstellen

Ludwigshafen. Die Arbeitslosigkeit ist im Juli im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen minimal gestiegen. Mit 14.099 Personen waren 161 Arbeitslose mehr registriert als im Vormonat. Die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen verlief in den vergangenen Wo-chen unterschiedlich. Bei der für die Arbeitslosenversicherung zuständigen Agentur für Arbeit waren im Juni 5.205 Arbeitslose gemeldet, 171 mehr als im Juni. Das Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen, das die Menschen in der Grundsicherung betreut, zählte 8.894 Arbeitslose, 10 weniger als im Vormonat. Diese Entwicklung bringt auch eine leichte Erhöhung der Arbeitslosenquote mit sich, die um 0,1 Prozentpunkte auf 6,1 gestiegen ist.
Jeden Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung. Im Juli sah diese Bewegung folgendermaßen aus: 3.681 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 188 mehr als im Juni. Im selben Zeitraum konnten 3.508 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 284 mehr als im Vormonat. „Im Juli war ein Anstieg bei den Jugendlichen unter 25 Jahren zu verzeichnen. Dies waren überwiegend junge Menschen, die nach der Ausbildung den Weg zur Agentur für Arbeit suchten, weil sie beispielsweise von ihrem Ausbildungsbetrieb nicht übernommen wurden. Dieser Anstieg ist jahreszeitlich bedingt normal. Die Chancen, auf dem Arbeitsmarkt aber auch schnell wieder Fuß zu fassen, sind groß, denn gut aus-gebildete Fachkräfte werden in allen Bereichen händeringend gesucht“, erklärt Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

Stellen und Situation am Ausbildungsmarkt

Obwohl die Zahl der neu gemeldeten Stellen im Juli rückläufig war, gibt es nach wie vor großen Bedarf an Personal. Allen voran suchen die Bereiche Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung, Verkehr und Logistik sowie Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung verstärkt nach neuen Kräften, denn hier wurde erneut der meiste Be-darf gemeldet. 485 der insgesamt 731 neu registrierten Jobmöglichkeiten sind in die-sen drei Bereichen angesiedelt. Im Bestand der Arbeitsagentur sind aktuell 4.554 Stellen, 102 weniger als im Vormonat. „Am Stellenangebot ist allmählich die bundesweit etwas nachlassende Kräftenachfrage zu erkennen. Dennoch bietet der umfangreiche Bestand an offenen Stellen Menschen in der Region gute Chancen, beruflich neu durchzustarten oder wieder in die Berufswelt einzusteigen“, sagt Lips.
Selbst jungen Menschen, die jetzt Panik schieben, weil sie zum Start des neuen Ausbildungsjahres noch keinen Lehrbetrieb gefunden haben, rät Lips, die Ruhe zu bewahren. Denn auch auf der Zielgeraden suchen Arbeitgeber immer noch nach ihren Fachkräften von morgen. So kommen auf derzeit 802 unversorgte Jugendliche 1.062 Berufsausbildungsstellen, die noch unbesetzt sind. Viele offene Lehrstellen sind in den Bereichen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung, kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb und Tourismus sowie Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit zu finden. „Wichtig ist, dass sich junge Menschen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, sofort mit der Berufsberatung in Verbindung setzen. Hier erhalten sie Unterstützung und den Kontakt zu Arbeitgebern, die ebenfalls noch auf der Suche sind. Ein Fehler wäre es, nun aufzugeben, denn auch kurzfristig lassen sich noch Weichen für den Weg in eine erfolgreiche berufliche Zu-kunft stellen“, meint Lips.

Stadt Ludwigshafen

In der Stadt Ludwigshafen waren mit 7.776 Personen im Juli 59 Menschen mehr a-beitslos gemeldet als im Vormonat. 1.887 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 59 mehr als im Juni. Im gleichen Zeitraum haben sich 1.952 Personen arbeitslos gemeldet, 51 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 8,4 Prozent. ps

Autor:

Gisela Böhmer aus Frankenthal

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