Auswirkungen am Arbeitsmarkt seither deutlich spürbar
Arbeitslosigkeit vor Corona-Krise rückläufig

Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit ist im März in Rheinland-Pfalz nach offiziellen Angaben der Bundesagentur für Arbeit noch leicht gesunken. Die Statistik hat aber für den März eine geringe Aussagekraft. Dies liegt daran, dass der Stichtag für die Erhebung der Zahlen bereits am 12. März war und somit die Zahlen vor den Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise erhoben wurden. Zum Erhebungszeitpunkt waren in Rheinland-Pfalz 102.628 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind rund 3000 weniger als im Februar und rund 3500 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent. Im März des Vorjahres lag sie bei 4,4 Prozent.

„Das spiegelt natürlich nicht die Realität auf dem Arbeitsmarkt wider. Wir stellen fest, dass die Corona-Krise bereits im März sehr deutliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt gezeigt hat. Wir müssen davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit trotz einer erhöhten Inanspruchnahme des auf die derzeitige Situation angepassten Kurzarbeitergeldes und anderer staatlichen Hilfen weiter deutlich ansteigen wird“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Wie die Ministerpräsidentin und Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mitteilten, ist ein starker Anstieg bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld zu verzeichnen. In den vergangenen beiden Wochen sind in Rheinland-Pfalz rund 19.000 Anzeigen für Kurzarbeit eingegangen.

Die Ausbreitung des Corona-Virus und die kontaktreduzierenden Maßnahmen zu seiner Eindämmung wirken sich zudem auch auf die Durchführung und Umsetzung der arbeitsmarktpolitischen ESF- und Landesprojekte aus. Zurzeit dürfen keine Präsenzmaßnahmen in öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen stattfinden.
„Das führt bei den Projektträgern und Jobcentern zu großen Sorgen, was die Weiterfinanzierung der Projekte und die Folgen für das Personal und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer betrifft. Um diese Unsicherheiten zu nehmen, hat das Arbeitsministerium bereits Mitte März mit einem Rundschreiben auf diese Situation reagiert. Ergänzend dazu haben wir die Projektträger aktuell darüber informiert, dass die erlassenen Bewilligungsbescheide weiterhin Geltung haben und wir daher auch die Projekte aus ESF- und Landesmitteln weiter finanzieren, auch wenn die Projektarbeit angepasst und durch alternative Arbeitsmethoden wie zum Beispiel verstärkte Nutzung digitaler Angebote fortgesetzt wird“, erläuterte Bätzing-Lichtenthäler.
„Dadurch stellen wir sicher, dass die Projekte nicht abgebrochen werden, sondern weiterhin Bestand haben und die nach der Krise für die Bewältigung der wirtschaftlichen Rezession dringend erforderlichen arbeitsmarktpolitischen Strukturen aufrechterhalten werden können. Für die Projektträger ist das ein wichtiges Signal und ein Beitrag zur Sicherung der Fachkräfte sowie zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit“, so die Ministerin weiter. ps

Autor:

Jessica Bader aus Ludwigshafen

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